Traum-Debüt für Bayern-Center Troutman

Traum-Debüt für Bayern-Center Troutman

Chevon Troutman - ein Name, den man sich merken muss. Gerade einmal 18:17 Minuten benötigte der neue Center des FC Bayern München, um in der Basketball-Bundesliga eine erste Duftmarke zu setzen.

Am Freitagabend vermeldeten die Münchner, dass für den 29 Jahre alten Amerikaner die langersehnte Freigabe seines bisherigen italienischen Clubs Sidigas Avellino eingetroffen sei. 24 Stunden später trumpfte Troutman beim 100:81 des FC Bayern gegen Phoenix Hagen groß auf und war mit 23 Punkten bester Werfer bei den Gastgebern.

„Das hat er toll gemacht. Chevon ist ein kleiner Center, der groß spielt“, lobte Bayern-Coach Dirk Bauermann seinen 2,02 Meter großen Hoffnungsträger. Bereits zehn Tage zuvor hatten die Münchner ihren neuen Riesen den Fans präsentiert. Doch dann verweigerte Troutmans bisheriger Verein Sidigas Avellino sein Okay, weil der US-Boy angeblich noch einen gültigen Vertrag in Italien hatte. „Das waren die üblichen Scharmützel bei so einem Wechsel. Wir waren immer sicher, dass Chevon zu uns kommt“, sagte Bauermann.

In der bayerischen Landeshauptstadt muss Troutman die Lücke schließen, die der ursprünglich als Center vorgesehene Sharrod Ford hinterlassen hat. Kurz vor dem Saisonstart hatte sich Ford aus privaten Gründen wieder in seine amerikanische Heimat abgesetzt und die Bayern damit schwer in die Bredouille gebracht. „Man kann beide nicht miteinander vergleichen. Chevon ist nicht ganz so athletisch, hat aber mehr Fertigkeiten und ist ein besserer Schütze“, skizzierte Bauermann seine jüngste Neuerwerbung.

Neben Troutman beeindruckte im Audi Dome Nationalspieler Robin Benzing in seinem erst zweiten Spiel für die Bayern. „Mit Chevon und Robin haben wir jetzt deutlich mehr Möglichkeiten, besonders in Korbnähe“, sagte Bauermann erfreut. Benzing kam auf 16 Punkte, zudem trafen noch Je'kel Foster (23) sowie Steffen Hamann (13) und Jan-Hendrik Jagla (12) zweistellig. „Vor allem in der ersten Halbzeit war das schon sehr ansehnlich“, sagte Bauermann nach dem Erfolg über die Hagener, die in der Vorwoche noch ALBA Berlin bezwungen hatten.

Trotz einer komplizierten Vorbereitung, in der Bauermann und vier Spieler wegen der EM in Litauen erst spät zum Team stießen, ist der FC Bayern von Beginn an vorn dabei. Ungeschlagener Tabellenführer bleiben die Telekom Baskets Bonn. Die Rheinländer gewannen das Spitzenspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg mit 81:79. In einer hochklassigen Partie überragten bei den Bonnern Chris Ensminger (16 Punkte 12 Rebounds) und Jared Jordan (14 Zähler, 15 Assists).