Trierer Basketballer brauchen heute gegen Bonn einen Sieg

Trierer Basketballer brauchen heute gegen Bonn einen Sieg

Ein Auszug aus der Spielanleitung von Monopoly gäbe das richtige Motto für die Trierer Basketballer beim Start ins neue Jahr her: "Gehen Sie zurück auf Los!" Denn genau das muss die TBB jetzt tun. So schnell wie möglich den ersten Sieg landen und dann am besten durchstarten. Die erste Gelegenheit bietet sich heute Abend gegen die Telekom Baskets Bonn (20 Uhr, Arena Trier).

Trier. Es gab sicher viele Menschen in Trier, die den Jahreswechsel entspannter und ausgelassener verbracht haben als die Trierer Basketballer. Dass sie sich auf das ewig junge Duell gegen den alten Rivalen Telekom Baskets Bonn würden vorbereiten müssen, war ohnehin schon klar. Dass dies aber nach zuvor erfolglosen, aber sehr guten Spielen gegen Spitzenteams mit dem Rucksack einer 20-Punkte-Klatsche (65:85) in Tübingen geschehen würde, war nicht eingeplant.
Die Höhe der Niederlage entsprach nicht dem Spielverlauf und den Kräfteverhältnissen - doch das spielt dabei kaum noch eine Rolle. "Es waren wieder nur einige wenige Szenen, die zu dieser Niederlage geführt haben", sagt Trainer Henrik Rödl, "wir haben das kurz, aber ausreichend analysiert und uns dann gleich mit Bonn beschäftigt."
Bonn mit mächtig Rückenwind


Günstig ist die Konstellation sicher nicht, denn die zuvor ebenfalls taumelnden Rheinländer kommen mit dem frischen Ruhm des Sieges bei Alba Berlin nach Trier. Der 86:78-Erfolg gewinnt aus zwei Gründen noch mehr an Bedeutung: Es war die erste Heimniederlage für Alba in der Saison, und sie wurde über einen langen Zeitraum ohne Zvonko Buljan errungen (dem mit 15 Punkten in 15 Minuten überragenden Mann), der im dritten Viertel disqualifiziert wurde.
Triers Trainer Rödl weiß, was auf sein Team zukommt: "Es wird nicht einfacher als in den letzten Heimspielen. Wir werden unsere Jungs nicht nur sportlich optimal auf den Gegner einstellen, sondern sie auch mental stärken müssen."
Auffällig im Spiel der Bonner in Berlin war die Ausgeglichenheit des Teams von Rödls langjährigem Weggefährten Michael Koch. Geführt vom besten Pointguard der Liga, Jared Jordan, der in der Hauptstadt mit 15 Assists glänzte, dem unverwüstlichen Chris Ensminger (20 Punkte/zehn Rebounds), den Litauern Simonas Serapinas und Benas Vaikalas sowie Neuzugang Talor Battle kommt auf die TBB ein ganz schweres Kaliber zu.
Aber ausgerechnet der Bonner Sieg in Berlin kann der TBB auch Mut machen. Die Baskets hatten zuvor von den letzten neun Spielen sieben verloren und schafften die Wende ausgerechnet beim hohen Favoriten. Warum soll Trier das nach fünf Niederlagen in Serie gegen Bonn nicht auch gelingen?
TBB Trier: Linhart, Joyce, Saibou, Zwiener, Dojcin, Faßler, Seiferth, Washington, Picard, Zirbes, Bynum, Dietz

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