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Trierer Basketballer verlieren wildes Spiel gegen die Drachen

Trierer Basketballer verlieren wildes Spiel gegen die Drachen

Die TBB Trier hat ihr Auswärtsspiel bei den Artland Dragons am Samstagabend mit 67:76 verloren. Viele Ungenauigkeiten bestimmten das Spiel. Vitalis Chikoko war mit 15 Punkten stärkster Trierer Schütze.

Trier. Im Basketball gibt es jede Menge englische Fachbegriffe. Einer davon ist der Turnover. Gemeint ist damit ein Ballverlust im Spielaufbau, der im schlimmsten Fall zu direkten Punkten des Gegners führt. Sollte es am Samstagabend beim Spiel der Artland Dragons gegen die TBB Trier Zuschauer gegeben haben, die vorher noch nie etwas von dem Begriff gehört hatten - nun wissen sie bestens darüber Bescheid. Denn bei der 67:76-Niederlage der TBB beim Tabellendritten Quakenbrück gab es so manchen Turnover zu sehen: Insgesamt verloren die Trierer den Ball 22-mal im Aufbauspiel - eine extrem hohe Zahl, die mitverantwortlich war für die Auswärtsniederlage.Dabei erwischten die Trierer, die auf Jermaine Bucknor und Mathis Mönninghoff verzichten mussten, den besseren Start in die Partie. Die ungewohnte TBB-Startformation, zu der neben Marin Petric unter anderem auch Laurynas Samenas zählte, fand gut ins Spiel. Sie führte schnell mit 4:0 und ließ erst nach knapp drei Minuten die ersten Dragons-Punkte zu. Speziell die Defensiv-Arbeit wirkte über weite Strecken der ersten Halbzeit konzentrierter und intensiver als noch im Spiel gegen Frankfurt. Nervosität und Ungenauigkeiten

Allerdings deutete sich bereits im ersten Viertel eine gewisse Nervosität und Ungenauigkeit in den offensiven TBB-Aktionen an. Dennoch hielt das Team von Trainer Henrik Rödl das Spiel offen und ließ die Dragons, die mit Kenneth Frease und Brandon Thomas ebenfalls auf zwei Stammkräfte verzichten mussten, nicht davonziehen. Obwohl die Artland Dragons ihre gewohnt aggressive Verteidigung zeigten, schien das Team von Headcoach Tyron McCoy an diesem Abend nicht unschlagbar zu sein. Zur Halbzeit betrug der Rückstand der Trierer elf Punkte. Im dritten Viertel schafften es die Moselstädter schließlich, auf sieben Punkte heranzukommen (36:43); wirklich in Gefahr bringen konnten sie die Drachen aus dem Artland jedoch nicht. Zu selten spielten die Trierer ihre Offensivsysteme zu Ende. Nur manchmal gelang es Trevon Hughes oder Jermaine Anderson, den Ball auf Andi Seiferth oder Vita Chikoko unter dem Korb zu bringen, damit die beiden Zwei-Meter-Männer dort die einfachen Punkte erzielen können. Stattdessen folgten immer wieder teils wilde Würfe von außen, die nur selten ihr Ziel erreichten. Andi Seiferth, der nach seiner Verletzung eine starke Partie zeigte, sagte: "Wir hatten hier große Chancen, das Spiel zu gewinnen, doch durch die vielen kleinen Fehler und Ballverluste haben wir uns um den Sieg gebracht." Bemerkbar machte sich vor allen Dingen das Fehlen von Routinier Jermaine Bucknor. Seine Erfahrung und Ruhe wurden schmerzlich vermisst. Die Verletzungsmisere macht der TBB also weiterhin zu schaffen. Einen Punkt, den auch Henrik Rödl ansprach. "Uns fehlen ein paar Spieler, das merkt man der Mannschaft an. Es war ein verdienter Sieg der Dragons. Wir hatten viel zu viele Ballverluste und sind mit der Pressverteidigung nicht so gut zurechtgekommen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es war kein Spiel auf hohem Niveau, jedenfalls nicht von uns."Am nächsten Samstag (20 Uhr) empfangen die Trierer Basketballer Phoenix Hagen in der Arena. Punkte TBB Trier: Petric (3), Ward (8), Hughes (13/9 Rebounds/4 Assists), Seiferth (9/6 Rebounds), Schmidt (2), Buntic (0), Wenzl (0), Samenas (5), Chikoko (15/6), Anderson (12/5 Rebounds/6 Assists)