| 20:35 Uhr

Tschüss, Maik! - Zirbes geht nach Bamberg

Abschied aus Trier: Maik Zirbes (vorne rechts) wechselt zur neuen Saison zum deutschen Meister Brose Baskets Bamberg. Dort soll der Center Tibor Pleiß ersetzen. TV-Foto: Archiv/Willy Speicher
Abschied aus Trier: Maik Zirbes (vorne rechts) wechselt zur neuen Saison zum deutschen Meister Brose Baskets Bamberg. Dort soll der Center Tibor Pleiß ersetzen. TV-Foto: Archiv/Willy Speicher
Trier/Bamberg. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, ehe sein Wechsel bekanntgegeben wird. Gestern war es soweit: TBB-Center Maik Zirbes schließt sich dem amtierenden Meister und Pokalsieger Brose Baskets Bamberg an. Trier verliert eine Stütze des Teams, kassiert aber immerhin eine Ablöse. Mirko Blahak

Trier/Bamberg. Dieses Lob hat Gewicht. "Für mich ist Maik einer der wenigen deutschen Spieler, der in der nächsten Zukunft international den Durchbruch schaffen kann", sagte gestern Bambergs Manager Wolfgang Heyder. Deutschlands derzeit beste Basketballmannschaft hat den 22-jährigen Traben-Trarbacher nach eigenen Angaben bis 2015 unter Vertrag genommen. Zirbes soll Tibor Pleiß ersetzen, der wohl in die amerikanische Profi-Liga NBA wechselt.
TBB-Trainer Henrik Rödl betrachtet den Weggang von Zirbes mit einem weinenden und einem lachenden Auge: "Maik ist für Trier eine besondere Persönlichkeit gewesen. Die TBB verliert einen Spieler, zu dem alle aufgeschaut haben. Andererseits spricht seine Entwicklung für unser Projekt", sagte er zum TV.
Rödl hat wesentlichen Anteil am Aufstieg des in der zurückliegenden Saison zum besten Nachwuchsspieler der BBL gekürten 2,07-Meter-Hünen. Der Nationalspieler ist seinem bisherigen Trainer dankbar für das in den vergangenen zwei Jahren entgegengebrachte Vertrauen: "Ohne Henrik Rödl hätte ich nicht die Möglichkeit gehabt, mich nun für eine von zwei sehr guten Adressen zu entscheiden." Offenbar hatte Zirbes die Wahl, nach Berlin oder Bamberg zu gehen. Er entschied sich für die Franken. "Ich mache beim Double-Sieger direkt ein paar Schritte nach vorne. Ich kann dort auch international in der Euroleague spielen. Dort ist alles noch mal schneller und athletischer, das ist eine neue Herausforderung für mich. Sicherlich werde ich am Anfang meine Zeit brauchen, um mich an das neue Umfeld und eine neue Art von Druck zu gewöhnen", sagte er im TV-Gespräch.
Bei der TBB hatte Zirbes noch einen Vertrag bis 2013. Deshalb wird eine Ablösesumme fällig, über die TBB-Vorstand Sascha Beitzel keine genauen Angaben macht: "Mit dem Geld bekommen wir einen neuen Spieler, jedoch keinen adäquaten Ersatz für Maik."
Beitzel und Rödl hätten es gerne gesehen, wenn Zirbes noch ein Jahr an der Mosel geblieben wäre. Nun gilt es, einen Nachfolger für den Center zu bestimmen. Rödl: "Meine Aufgabe ist es, Spieler mit Entwicklungspotenzial an uns zu binden. Gleichzeitig bauen wir auf die Entwicklung von Andy Seiferth. Ich kann mir vorstellen, dass er einen Schritt nach vorne macht und bei uns nun mehr Einsatzzeit bekommt."