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Vier Neue, Hunderte Zuschauer und ein Traum

Vier Neue, Hunderte Zuschauer und ein Traum

Basketball-Bundesligist TBB Trier hat am Wochenende sein neues Team präsentiert. Für Kapitän Dragan Dojcin hat die neue Mannschaft das Zeug, nach langer Pause wieder die Play-offs zu erreichen.

Trier. Samstagmittag, eine Stunde vor der TBB-Teampräsentation auf dem reichlich leeren Kornmarkt. TBB-Aufsichtsratschef Ralph Moog schaut skeptisch nach oben: "So war das nicht geplant", raunzt er mit Blick auf die dunklen Wolken. Einige Zeit später hellt sich sein Blick auf. Die Sonne kommt, der Platz füllt sich. Mehrere Hundert Passanten und Fans bekommen mit, was die Trier er Basketballer umtreibt. Hallensprecher Chris Schmidt befragt die neuen "Amis", E.J. Gallup (der Dreierspezialist freut sich über seine Rückkehr in die Bundesliga) und Hobby-Gitarrist Nate Linhart ("meine Stärke ist die Vielseitigkeit"). Die beiden Neuzugänge aus Berlin, Joshiko Saibou und Andreas Seiferth, kennen Trainer Henrik Rödl noch aus gemeinsamen Zeiten bei Alba Berlin. Einigen Applaus bekommt der vielleicht wichtigste Trierer Spieler der vorigen Saison, Aufbauspieler Dru Joyce: Zum einen dafür, dass er an die Mosel zurückkehrt, weil er sich "bei bisher keinem anderen Club so gut aufgehoben fühlte". Zum anderen gibt es Glückwünsche zur Verlobung.
Gute Stimmung, große Erwartungen - das war der Tenor des Tages. Nur bei Philip Zwiener mischte sich eine Spur Enttäuschung darunter: Der Flügelspieler wird bei der am Mittwoch beginnenden EM in Litauen nicht im Team von Dirk Nowitzki & Co. spielen. Zwiener hatte im Sommer noch im DBB-Kader gestanden, wurde aber von Bundestrainer Bauermann aussortiert.
Rödl will vor der neuen Saison keine Tabellenplatz-Prognosen durchgeben. Einige seiner Spieler sprechen dagegen vom großen Ziel - etwa Kapitän Dragan Dojcin. "Wir sind dieses Jahr stärker - und bereit für die Play-offs." Das Erreichen der Meisterrunde gelang den Trierern zuletzt 2004. Weiter auf Sponsorensuche sind derweil Moog und TBB-Vorstand Sascha Beitzel. Es sei ein "schwieriges Unterfangen", neue Sponsoren zu finden, sagte Beitzel. Die Zahl der verkauften Dauerkarten ist laut Moog zum jetzigen Zeitpunkt höher als 2010. Moog rechnet mit mehr Zuschauern, auch durch die dank der Aufsteiger Würzburg und vor allem Bayern München gestiegene Attraktivität der Liga. Vorgestellt wurden zudem der Trainerstab und die neue medizinische Abteilung. AF