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Warren, Andi und der Zauberzwerg

Warren, Andi und der Zauberzwerg

Die TBB Trier trifft am Samstagabend (20 Uhr) auswärts auf den Tabellendritten der Bundesliga, die Artland Dragons Quakenbrück. Henrik Rödl kann gegen die Niedersachsen wieder auf Center Andi Seiferth zurückgreifen.

Trier. Warren Ward hat noch nicht genug: Während der Großteil seiner Teamkollegen am Donnerstagabend nach der vorletzten Trainingseinheit vor der Abreise zum Auswärtsspiel gegen die Artland Dragons Quakenbrück schon unter der Dusche ist, steht der 23-Jährige noch an der Drei-Punkte-Linie und wirft. Er wirft und wirft und wirft - und das Wichtigste: Er trifft und trifft und trifft.
Ein gutes Omen für das Spiel gegen die starken Artland Dragons? "Vielleicht", sagt Ward schmunzelnd, "wir werden sehen. Ich habe einige Videos des Teams gesehen. Die sind defensiv wie offensiv sehr stark. Da wäre es natürlich wichtig, wenn wir auch von außen gut treffen."
Seiferth wieder mit an Bord


Neben Ward steht auch Center Andi Seiferth am Donnerstagabend noch in der Halle. Er hat die Trainingseinheit komplett mitgemacht. "Ich fühle mich gut", sagt der 24-Jährige. Seine Knieverletzung hat er auskuriert. Er könnte heute Abend gegen die Dragons sogar von Beginn an auf dem Feld stehen. "Ich bin auf jeden Fall bereit dafür", betont der Nationalspieler.
Die Artland Dragons, in deren Reihen neben dem ehemaligen Trierer Basti Doreth auch der große Bruder von TBB-Center Andreas Wenzl, Michael Wenzl, steht, lobt Seiferth in höchsten Tönen. "Die Dragons haben ein starkes Team, sie haben in dieser Saison zu Hause unter anderem Berlin und Bamberg geschlagen." Um in Quakenbrück dennoch etwas Zählbares mitnehmen zu können, müsse das Trierer Spiel vor allen Dingen in einem Punkt verbessert werden.
"Die Defense war gegen Frankfurt über weite Strecken nicht gut. Daran haben wir in dieser Woche verstärkt gearbeitet", berichtet Seiferth. Er findet: "Wir brauchen uns gegen Quakenbrück nicht zu verstecken. Wir stehen trotz der Niederlage gegen Frankfurt nicht schlecht da in der Tabelle. Zudem haben wir auswärts gegen Ulm gewonnen. Warum sollte uns das gegen die Dragons nicht auch gelingen?"
Damit das tatsächlich klappt, werden Seiferth & Co. vor allen Dingen Aufbauspieler David Holston ausschalten müssen. Der nur 1,68 Meter große Spielmacher ist der "Zauberzwerg" im Artland. Er kommt in dieser Saison bisher auf 13,1 Punkte und 4,7 Assists pro Spiel. Ob Jermaine Bucknor dabei behilflich sein kann, den "Zauberzwerg" in die Schranken zu weisen, ist fraglich. Der Publikumsliebling leidet an Rückenproblemen. Dagegen fährt Neuzugang Tony Canty mit gen Norden. Er trainiert wieder mit der Mannschaft, ein Einsatz ist allerdings nicht sicher. Unterm Strich bleibt der TBB das Verletzungspech also treu. Denn neben Bucknor fällt auch Mathis Mönninghoff weiterhin aus.
"Es ist schade, dass wir immer wieder solche Ausfälle zu kompensieren haben", sagt TBB-Coach Henrik Rödl, "aber wir müssen das Beste daraus machen." Gegen Quakenbrück, so Rödl, müsse speziell die Defense konzentrierter werden als im letzten Spiel gegen die Frankfurt Skyliners.
"Die Dragons haben eine Top-Mannschaft, dort müssen wir von Anfang an konzentriert agieren. Wenn wir es schaffen, das dritte Viertel aus dem Frankfurt-Spiel als Vorbild zu nehmen, haben wir gegen die Dragons eine Chance", prophezeit Rödl. mfr
Extra

Personelle Veränderungen hat die TBB Trier am Freitagmittag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben: Sebastian Merten, bislang bei der Luxemburger Marketingagentur Pyramid Sports Marketing SE für die Belange der TBB Trier in Sachen Marketing und Vertrieb zuständig, wechselt zurück in die Trierer Geschäftsstelle und wird dort ab sofort den Posten des TBB-Geschäftsführers bekleiden. Die zweite personelle Neuerung betrifft das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit: Chris Schmidt, den die TBB-Fans unter anderem als Hallensprecher kennen, verstärkt ab sofort die Pyramid Sports Marketing SE. Gute Neuigkeiten gibt es zudem für alle TBB-Fans, die am Samstag nicht in Quakenbrück dabei sein können: Das Videostream-Projekt von www.basketball-stream.de wird am Samstag zum ersten Mal die komplette Partie live im Internet übertragen. Los geht es um 19.30 Uhr. Außerdem folgt am Montagabend um 18 Uhr auf basketball-stream.de das von Chris Schmidt moderierte Spieltagsmagazin "Inside". Neben einem Gespräch mit BBL-Geschäftsführer Jan Pommer können Basketballfans dort alle BBL-Spiele vom Wochenende in Zusammenfassungen sehen. mfr