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Wie Phönix aus der Asche

Wie Phönix aus der Asche

Die schwarze Serie ist beendet. Nicht nur die von sechs Auswärts-Niederlagen in Folge, sondern auch die von drei BBL-Spielen in Serie. TBB Trier gewann hochverdient mit 77:73 (47:40) bei den Köln 99ers und wurde von mehr als 200 mitgereisten Fans frenetisch gefeiert.

Köln. (wir) Es war der zweite Sieg für Trier überhaupt in der Vereinsgeschichte im "Zirkuszelt". Die erste Überraschung hatte TBB-Coach Yves Defraigne schon vor dem Anpfiff parat, denn er hatte Norman Richardson bei seinem Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause in die Startformation berufen - und der wurde dank 22 Punkten sogar zum Matchwinner. Trier begann, basierend auf einer variablen Verteidigung sehr stark. Schon nach drei Minuten - die TBB führte 11:4 - nahm Kölns Coach Prodanovic die erste Auszeit. Insgesamt dominierte Trier díe erste Halbzeit klar, hätte bei Vermeidung einiger Flüchtigkeitsfehler deutlicher führen müssen. Aber 25 Sekunden vor der Viertelsirene schaffte Köln den Ausgleich (21:21) - mit der Schlusspfiff markierte George Evans das 23:21. Die zweite Halbzeit begann mit einem wilden Dreier-Schießen der Kölner, die auch aus großen Distanzen trafen. Mitte des Viertels waren Ballgewinne der stark auftrumpfenden Jamal Shuler und Norman Richardson die Grundlage für einen Trierer Zwischenspurt (39:32). Die zweite Halbzeit begann mit zwei vergebenen Trierer Fastbreak-Chancen. Dann Shulers viertes Foul (25./55:47), das die Gäste hart traf. Und dann ging die TBB-Trefferquote in den Keller. Der Vorsprung schmolz langsam (55:50/28.). Dann auch das vierte Foul gegen Copeland und Brown, dennoch ging die TBB mit einer 60:54-Führung in die letzten zehn Minuten. Trier startet gut: 65:56 (33.). Dann wird es doch noch dramatisch. Noch vier Minuten: 70:65. Noch zwei Minuten, fünftes Foul gegen Evans (70:66). Noch 40 Sekunden: Raivio trifft zum 72:66. Noch 27 Sekunden: Raivio erhöht auf 73:68, dann Foul gegen Copeland und gegen Shuler. Die TBB-Fans skandieren "Sieg, Sieg". Es ist geschafft. Am Rande der Partie dementierte Kölns Sportdirektor Stephan Baeck die im TV veröffentlichte Aussage, er habe Guido Grünheids Wechsel als "nicht schlimm" abgetan.

Köln 99ers: Catovic (0), Terrell (12), Fereti (n.e.), Schwethelm (3.), Pleiß (n.e.), Turner (7), Gordon /(14), Hunt (15), Nikolic (49, Mostafa (n.e.), Schoo (4), Bavcic (14)

TBB Trier: Shtein (2), Raivio (9), Hoffmann (n.e.), Goolsby (n.e.), Karamatskos (n.e.), Brown (7), Copeland (6), Evans (15), Zirbes (n.e.), Richardson (22), Shuler (10), Riley (6)

Schiedsrichter: Kindervater/Unger/Streit - Zuschauer: 3200 (ausverkauft)