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Wolfsrudel zu Gast in der Arena: MBC kommt mit Selbstvertrauen

Wolfsrudel zu Gast in der Arena: MBC kommt mit Selbstvertrauen

Die Wölfe kommen: Der Mitteldeutsche BC zählt in der Basketball-Bundesliga schon traditionell zu den Abstiegskandidaten. Dass die "Wölfe" zubeißen können, bekam aber bereits Würzburg zu spüren. Am Mittwoch empfängt die TBB den Club aus Weißenfels.

Trier. "Klassenerhalt 2.0" - mit dieser Mission ist der Mitteldeutsche BC in die Saison gestartet. Im vergangenen Jahr hatte der Club aus der 40 000-Einwohner-Stadt Weißenfels in Sachsen-Anhalt trotz 13 Saisonsiegen nur gerade so das Ticket für die nächste Saison in der BBL gelöst.
Eng könnte es dieses Mal auch werden, das weiß Wölfe-Manager Martin Geissler: "Wir haben die kleinste Halle, eines der kleinsten Budgets der Liga - und befinden uns auch nicht in einer Region mit großer Kaufkraft", sagt er. "Wir wollen dauerhaft zu den 20 besten Teams in Deutschland zählen." Das heißt: Ein Abstieg ist unter diesen Voraussetzungen nie auszuschließen. So wie 2011, als der Club als 17. runter musste. Aber die Reaktion kam sofort. Schon nach einem Jahr in der Pro A kehrte der MBC in die BBL zurück. Dort will das Team um den kroatischen Cheftrainer Silvano Poropat auch bleiben: mit viel Leidenschaft und großem Kampf. Das hatte nach der erwarteten Auftaktniederlage in Bamberg (70:86) im ersten Heimspiel gegen Würzburg schon gut funktioniert (86:82) - die ersten Punkte für die Wölfe sind im Bau. Damit liegt der Druck beim Spiel am Mittwoch (20 Uhr) in der Arena eher aufseiten der Trie rer, die mit zwei Niederlagen in die Spielzeit gestartet sind. Beide Teams verbindet neben dem vergleichsweise schmalen Budget (TBB: 2,3 Millionen, MBC: 1,5 Millionen) eine Auffälligkeit im Kader: Amerikaner spielen in beiden Teams zahlenmäßig keine große Rolle. Bei den Mitteldeutschen spielen zwei Amerikaner, bei der TBB mit Trevon Hughes sogar nur einer.
Poropat musste sein Team auf vielen Positionen umstellen. Neu ist unter anderem Ex-TBB-Spieler Oli Clay, der laut Geissler mit rund 15 Minuten Einsatzzeit pro Spiel rechnen kann. Der Power Forward hatte im Spiel gegen Würzburg aber einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen, sein Einsatz in Trier ist daher noch fraglich. Ein richtig starkes Spiel machte der kroatische Shooting Guard Hrvoje Kovacevic (22 Punkte, 13 Rebounds). Auf Neuzugang Angelo Caloiaro (Power Forward) ist zu achten, ebenso auf das Center-Duo mit dem erfahrenen Djordje Pantelic und dem lettischen Nationalspieler und EM-Teilnehmer Martins Meiers. AF