Trassem Warum es so viele junge Radsportler nach Trassem zieht

Trassem · Mekka für Mountainbiker: Franzose gewinnt 11. Auflage des Freeride/Downhillrennens in Trassem. Die Veranstaltung ist besonders bei Jugendlichen beliebt und weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt.

 Beim „King of the Trail“ im Wald bei Trassem wurde von den Fahrern ihr ganzes Können abverlangt – und auch Mut. Schnellster wurde der Franzose Aurelién Damiani.

Beim „King of the Trail“ im Wald bei Trassem wurde von den Fahrern ihr ganzes Können abverlangt – und auch Mut. Schnellster wurde der Franzose Aurelién Damiani.

Foto: Matthias Willems

(mwi) Die Grundidee beim Downhill ist simpel. Welcher Fahrer kann mit seinem Mountainbike am schnellsten vom Gipfel ins Tal fahren? Doch die rund 800 Meter lange Strecke bei Trassem ist nichts für schwache Nerven. In halsbrecherischem Tempo geht es durch den Wald. Unterwegs warten nicht nur enge Kurven und Sprungschanzen. Bei sogenannten Doubles muss beispielsweise ein Graben zwischen zwei aufgeschütteten Erdhügeln überwunden werden. Auch ein alter Steinbruch gehört zum Streckenprofil. Geschick und eine ordentliche Portion Mut sind da gefragt. Die Bikes sind entsprechend konstruiert und angepasst. Das Material muss die Belastung aushalten können. Die richtige Schutzkleidung ist Pflicht. Vollvisierhelm, Ellbogen- und Knieschoner gehören dazu, um schlimme Verletzungen zu vermeiden. Auch in diesem Jahr bleibt es glücklicherweise nur bei kleineren Blessuren. Entlang der Strecke gibt es dafür aber lautstarke Unterstützung von den rund 400 Zuschauern, die ihre Favoriten anfeuern. Ein sorgfältig ausgearbeitetes Hygienekonzept sorgt in Coronazeiten für die Sicherheit der Besucher. Der „King of the Trail“ ist die einzige Veranstaltung dieser Art in der Großregion. Die Fahrer kommen deshalb nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Belgien, Luxemburg oder Frankreich. 93 Teilnehmer waren es dieses Jahr. Für den Nachwuchs ist die eintägige Rennveranstaltung die Chance, erste Erfahrungen im Freeride/Downhillsport zu sammeln. Auch ein Vater-Sohn Duo ist am Start. Andreas Stemper, der in der Eliteklasse fährt, hat seinen Sohn Liam dabei. Mit acht Jahren ist er einer der Jüngsten. „So viele junge Teilnehmer hatten wir noch nie“, sagt auch Dietmar Schwarz vom Forstamt Saarburg, der die Veranstaltung als Kopf des Orga-Teams begleitet. Er wartet unten im Zielbereich auf die Fahrer, wo eine Lichtschranke die genaue Zeit misst. Es gibt zwei Wertungsläufe. Der Franzose Aurélien Damiani war in diesem Jahr der Schnellste und damit der neue „King of the Trail“ in Trassem. Für den Streckenrekord, den Konstantin Leonhardt vergangenes Jahr aufgestellt hat (67,22 Sekunden), reichte es aber nicht. Der Zweitplatzierte Lokalmatador Lars Jaeger war nur 0,1 Sekunden langsamer. Als einzige Frau im Teilnehmerfeld wurde Jennifer Wagner zur „Princess of the Trail“ ernannt. Bei der anschließenden Siegerehrung lobt Rennleiter Schwarz das große Engagement der vielen jungen Helfer, die die Veranstaltung jedes Jahr gemeinsam auf die Beine stellen. Die Strecke, die frei zugänglich ist, gibt es mittlerweile seit 13 Jahren. Angelegt wurde sie von einem jungen Mann, der selbst leidenschaftlicher Downhillfahrer ist und hier sein Freiwilliges Ökologisches Jahr machte. Heute kümmern sich junge Leute aus dem Ort das ganze Jahr über um die Pflege der Anlage.

Die Gewinner

Klasse Jugend  (unter 16 Jahre)

1.      Nick Emerson                   69,50 Sekunden

2.      Marco Thomas                 74,32 Sekunden

3.      Frederic Weiß                   76,49 Sekunden

Klasse Masters (30 Jahre und älter)

1.      Steve Heymans                75,31 Sekunden

2.      Erik Hennes                       76,51 Sekunden

3.      Jerome Commodi            77,01 Sekunden

Klasse Elite (16-29 Jahre)

1.      Aurélien Damiani                            68,54 Sekunden

2.      Lars Jaeger                                      68,64 Sekunden

3.      Alan Bauschert                                69,46 Sekunden

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