Formcheck Bundesliga – wie stehts um die Teams?

Fußball : Formcheck Bundesliga – wie stehts um die Teams?

Pausen im Fußball, egal ob es Länderspielpausen oder die Winterpause ist, sind tückisch. So mancher Verein ist froh, sich in diese Pause retten zu können, denn vorab lief alles schief und überhaupt nicht wie gewünscht. Andere Vereine sehen es skeptisch. Wer gerade einen guten Lauf hatte, weiß nie, ob er ihn über die spielfreie Zeit bringt. Wie oft klagen Fans, dass der eigene Verein nur eine Halbserie vernünftig spielt? Aktuell befindet sich die Bundesliga noch in der kurzen Winterpause und Fans haben so gut wie keine Ahnung, wie es um den Zustand bestellt ist. Denn: Der Winterfahrplan beginnt gerade erst und nur wenige Clubs haben schon ein Testspiel absolviert. Dieser Artikel blickt einmal auf den fußballerischen Kaffeesatz und weissagt, wie es weitergehen könnte.

Mutmaßliche Gewinner

Es gibt vermutlich keinen Fan, der seinen Verein nicht in dieser Kategorie sehen möchte. Immerhin bedeutet sie, dass der Verein besser startet, als gleich mit mehreren Niederlagen. Aber wer könnte sich hier wiederfinden? Ein Überblick:

- FC Bayern - offensichtlich haben die Münchner den leidlichen Start hinter sich gelassen und zum Ende der Hinserie halbwegs die Form wiedergefunden. Oder aber, sie haben sich unter ihrem neuen Trainer eingespielt und fühlten sich vom Vorstand gut geschützt. Eigentlich kann es bei den Bayern nur besser werden, denn viel schlechter als in der Hinrunde geht es - aus Münchner Sicht - nicht. Dennoch ist hier nicht alles rosig, denn gehen die Bayern in der Champions League in Liverpool baden, könnte sich das markant auf die Bundesligaform auswirken.

- BVB - die Dortmunder müssten ihre Form halten können. Würden sie diesen Vorsprung verspielen und deutlich absacken, ließe sich nur sagen, dass sie selbst Schuld sind. Ein Interviewpartner von Sportwettentest.net teilte uns mit, dass die Wetten nach wie vor gut stehen für den BVB.

- Wolfsburg - es ist kaum zu glauben, dass dieser Verein sich nur über die Relegation in der Liga halten konnte. Aktuell sind die Wölfe durchaus stabil und könnten als echte Gewinner hervorgehen.

- Düsseldorf - der Aufsteiger spielt freilich nicht oben mit, dennoch zeigt die Formkurve nach oben. Mit 18 Punkten haben sie einen guten Abstand zum echten Abstiegsplatz und können mitunter am Mittelfeld anklopfen.

- Borussia Mönchengladbach - Fakt ist: Die Formkurve ist stabil und zeigt nach oben. Aber genau das ist das Problem, denn wer auf dem dritten Rang gleich hinter Bayern überwintert, hat nur zwei Möglichkeiten vor Augen: oben bleiben oder abrutschen. Auf Dauer könnte die größere Bank des direkten Verfolgers Leipzig entscheidend sein.

Teams mit eher absteigender Formkurve

Die Teams stolpern nicht selten über sich selbst und ihren Erfolg. Aber es gibt auch weitere Gründe, aus denen ein Verein in der Tabelle abrutschen kann. Die Bundesliga hat einige dieser Kandidaten:

- Eintracht Frankfurt - die Hinrunde war mitsamt der europäischen Spiele sehr gut und nicht ohne Grund überwinterten die Hessen auf Rang 6. Fans des Clubs wissen aber auch, dass die SGE gut darin ist, eine Halbserie zu spielen und die andere zu verträumen. Es kann also gut sein, dass der Verein nun abstürzt. Ein weiterer Faktor: Die SGE spielt weiterhin international, was auf Dauer eine Doppelbelastung darstellt und das Verletzungsrisiko erhöht. Da der Verein nicht die Bank hat, wie sie in Dortmund oder München vorzufinden ist, kann ein Ausfall auch gleich eine Niederlagenserie bedeuten.

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- Stuttgart - es trifft jedes Jahr drei Vereine und zwei von ihnen gehen sicher ab. Die Stuttgarter konnten zwar zuletzt ein paar Punkte sammeln, dennoch sieht es ganz so aus, als wollten sie ihr Gastspiel in der Zweiten Liga wiederholen.

- Hannover - ändert sich nichts Gravierendes, wird sich Hannover in der kommenden Saison mit Sandhausen denn mit Hoffenheim messen. 11 Punkte zur Winterpause sind kläglich und da hilft es auch nicht, dass zumindest die Rote Laterne noch nicht hochgehalten wird. Einzig sechs Gegentore fehlen, um sich selbst mit rotem Licht durch den Abstiegskampf zu leuchten.

Teams im Ungewissen

Es gibt natürlich auch Teams, bei denen keiner so wirklich weiß, was die Zukunft bringt. Wahlweise sind es die, die sich als Abstiegskampfveteranen bezeichnen können, wahlweise die, die es sich im Nirgendwo der Tabellenmitte heimisch gemacht haben. Und dann gibt es die, bei denen es noch Faktoren gibt, die die Ungewissheit bringen:

- Leverkusen - ob der Trainerwechsel den Aufschwung bringt? Experten zweifeln nachhaltig daran und fordern, dass sich der Verein endlich mal richtig erneuert. Da das so fix nicht geschehen wird, wird Bayer vermutlich noch länger im Nirgendwo herumdümpeln, Völler aber solche Interviews geben.

- Schalke - international klappt es, doch sobald es ans Kerngeschäft geht, steht diese Saison aktuell synonym für das Ende des Bergbaus. Da bleibt nur zu hoffen, dass das Steigerlied den Weg zeigt und die Kumpel auf Schalke am Ende aus dem tiefen Stollen aufsteigen und wieder Licht sehen.

- RB Leipzig - so hat sich der Verein rund um Rangnick die zweite Saison nicht vorgestellt. Irgendwie hapert es und auch der 4. Tabellenplatz kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es international blamabel aussah. Aktuell gibt es ohnehin kleinere Unruhen im Verein. Werner will weg - Bayern, Dortmund und das Ausland klopfen an. Zudem ist Manchester City am Trainer interessiert. Nicht an Rangnick, sondern an Nagelsmann, der eigentlich schon für nächste Saison bei RB unterschrieben hat.

Doch all das sind nur Mutmaßungen. Wer weiß, vielleicht schlägt Schalke nun alles, was ihnen ins Stadion kommt und Bayern verliert hingegen jedes Spiel.

Fazit - heil aus der Pause kommen

Winterpause hin oder Winterpause her. Die meisten Fans hoffen wohl zuerst, dass sich kein Spieler in den Trainingslagern oder bei Testspielen verletzt. Und genau das kommt recht häufig vor und kann über den weiteren Saisonverlauf entscheiden. Ansonsten hilft Fans nicht mehr allzu viel, als abzuwarten und schon einmal das eigene Equipment für den Start aufzufrischen. Was auch immer die Rückrunde bringen wird, ab dem 18. werden es die Ergebnisse zeigen. Nur eines dürfte sicher sein: Die Meisterschaft ist dieses Jahr deutlich spannender, als sie es in den vergangenen Spielzeiten war.

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