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Vor dem Spiel gegen Fürth
Fortuna sinnt auf Revanche

Fortunas Fußballer haben sich für die Partie am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth viel vorgenommen und gehen mit ihrer Leistung bei der jüngsten 1:3-Niederlage bei Union Berlin sehr kritisch um. Falk Janning

Die Stimmung auf dem Trainingsplatz des Zweitliga-Spitzenreiters ist in der Woche nach der Pleite ausgesprochen gut. "Es hat uns gut getan, dass wir beim Rosenmontagszug mitgefahren sind. Das war ein grandioses Erlebnis und hat uns für einen Tag auf andere Gedanken gebracht", sagt Nico Gießelmann. "Jetzt gilt unsere ganze Kraft aber wieder dem Spiel am Samstag."

Gießelmann trifft dann mit Fortuna zum zweiten Mal auf seinen Ex-Klub, bei dem es seit seinem Weggang im vergangenen Sommer drunter und drüber geht. Während Düsseldorf von der Tabellenspitze grüßt, liegt Fürth auf dem drittletzten Platz. "Wir dürfen uns vom Tabellenstand aber nicht blenden lassen. Im Hinspiel haben wir bei der 1:3-Niederlage gesehen, dass Fürth spielerisch eine Menge drauf hat", sagt Gießelmann.

"Fürth hat eine konterstarke Mannschaft, die unbedingt ihre Negativserie beenden möchte. Wir werden auf ihre schnellen Gegenstöße aber vorbereitet sein. Aus dem Union-Spiel müssen wir mitnehmen, dass wir unter Druck mehr Ruhe brauchen. Wir hatten eine viel zu hohe Fehlpassquote."

Für den Linksverteidiger ist das 1:3 von Berlin keine Katastrophe, zumal sich durch die gleichzeitigen Niederlagen der direkten Konkurrenten tabellarisch kaum etwas verändert hat. "Es gibt Schlimmeres, als ein solches Spiel zu verlieren - zumal nach einer solchen Siegesserie", sagt er.

"Wir dürfen die Köpfe nicht in den Sand stecken und sollten stattdessen versuchen, uns möglichst schnell spielerisch zu steigern", fordert Innenverteidiger Kaan Ayhan nach der großen Enttäuschung von Köpenick. Die Berliner hätten gegen Fortuna einen Sahnetag erwischt.

"Mit der Brutalität und Aggressivität wird Union nicht jede Woche auflaufen können. Das haben die nur geschafft, weil die nach acht sieglosen Partien einen Menge Wut im Bauch hatten und gegen uns als Spitzenreiter noch zusätzlich motiviert waren."

Fortuna sollte das Spiel aufarbeiten, dann abhaken und nach vorne schauen. Das Ziel seiner Mannschaft müsse es sein, an einige der glänzenden Partien in der Hinrunde anzuknüpfen, in denen sie gezeigt habe, was sie spielerisch drauf habe. In der Rückrunde haben die Fortunen bislang zwar neun von zwölf möglichen Punkten geholt, aber in den vier Partien alles andere als spielerisch überzeugt.

"Vor allem gegen die stärkeren Teams haben wir in dieser Saison schon gut ausgesehen und spielerisch Lösungen gefunden, gegen schwächere, die sich hinten reinstellen, funktioniert das bislang eher nicht", so Ayhan. Der türkische Nationalspieler kennt auch ein geeignetes Rezept, wie seine Mannschaft gegen stark defensive Teams vorgehen sollte. "Wir müssen unser Gegenpressing verbessern", sagt der 22-Jährige, der sich vor den Partien gedanklich am 1. FC Nürnberg abarbeitet.

"Ich kitzel bei mir immer noch ein, zwei Prozent mehr Motivation und Leistung heraus, wenn ich an den 1. FC Nürnberg denke. Der Klub ist für mich das Team, mit dem wir uns messen wollen. Und das nehme ich mit in die Spiele rein."