Fußball, Kolumne Ballgeflüster, Mark Flekken

FUSSBALL : Flasche leer, Kiste voll

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Ob der Überlebenskampf des letzten verbliebenen Bundesliga-Dinos Hamburger SV im Nordderby beim ebenfalls abstiegsbedrohten SV Werder Bremen oder das Kellerduell in Liga zwei zwischen Erzgebirge Aue und dem pfälzischen Traditionsverein 1. FC Kaiserslautern – alles zweitrangig im Vergleich zu der Slapstick-Einlage des Wochenendes. Sie ereignet sich in Duisburg, als der Torhüter der Zebras für den Lacher des Spieltags sorgt. Der 24-jährige Niederländer Mark Flekken genehmigt sich gerade entspannt im eigenen Tor mit dem Rücken zum Spielfeld einen Schluck aus der Trinkflasche, als der Gegner FC Ingolstadt von Flekken unbemerkt schon wieder einen Angriff startet und locker zum 1:1 ausgleichen kann.

Flasche leer, aber Kiste voll: Von einer Sekunde auf die andere ist der in Kerkrade geborene MSV-Torhüter weltberühmt und zum Spott seiner eigenen Mannschaftskollegen geworden.  Die haben seiner Trinkflasche am nächsten Morgen schon einen Ehrenplatz eingeräumt und sie am Spind des Keepers befestigt. Es wird nicht die einzige Aktion seiner Teamkollegen bleiben.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Flekken konnte direkt nach dem 2:1-Sieg seines Teams schon wieder über sich selbst schmunzeln und versprach: „Die nächsten Spiele lege ich meine Trinkflasche nicht mehr ins Tor.“

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