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Kommentar zu Henkel als Fortuna-Sponsor
„Ein Meilenstein für den Verein“

Henkel ist nicht irgendein Trikotsponsor. Das Unternehmen steht für Tradition, Seriosität – und für Düsseldorf. Von Bernd Jolitz

In einer Stadt, in der viele Weltkonzerne vertreten sind, ist Henkel derjenige, der wie kein anderer mit der Landeshauptstadt verbunden wird. Dass es der Fortuna-Führung um den Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer gelungen ist, das vor zwei Jahrzehnten zerschlagene Porzellan zusammenzukitten, ist ein Meilenstein für den Bundesliga-Aufsteiger.

Von verbrannter Erde wurde in den Jahren seit dem Auseinanderbrechen der Zusammenarbeit in Fortunas Chaoszeit um die Jahrtausendwende gesprochen. Ganz allmählich, etwa über Zuwendungen an die Nachwuchsabteilung, fanden Konzern und Verein wieder zueinander. Das Engagement von Henkel-Finanzchef Carsten Knobel als Aufsichtsrats-Vize des Klubs galt noch als rein persönliche Sache. Dass Henkel sich jetzt als Unternehmen eindeutig zur Fortuna bekennt und sie als Werbeplattform nutzt, ist ein starkes Signal inner- und außerhalb der Stadt.

Auch für Schäfers Position ist der Deal wichtig. Sein Vertrag läuft im Frühjahr aus, über eine vorzeitige Verlängerung verhandelt er gerade mit dem Aufsichtsrat. Ein Global Player als Hauptsponsor schadet da nicht.⇥BERND JOLITZ