Viel Rauch um nichts

Dominiert, aber auch düpiert: Beim 0:0 gegen Schlusslicht Arminia Bielefeld scheitert der Tabellenvorletzte 1. FC Kaiserslautern mal wieder an seiner Abschlussschwäche. Und hat zum Schluss in Unterzahl noch Glück.

Kaiserslautern. Wenn die beiden Schlusswagen des Zweitliga-Express' aufeinander treffen, darf man kein D-Zug-Tempo erwarten. Keine künstlerisch wertvollen, weißen Kringelwolken über dem Schornstein. Aber eine Lok, die unter Dampf steht. Und genau so war es denn auch am Samstag vor nur noch 21 645 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion.
"Wir haben uns wieder eine Menge Chancen erarbeitet, aber wir machen die Dinger halt nicht rein", resümierte der sichtlich frustrierte Tim Heubach nach der Partie. Wobei die Betonung auf "Arbeit" lag. Denn wirklich gute Spielzüge waren Mangelware über 90 Minuten - von beiden Seiten. Mitunter fehlte dem Lauterer Glück aber auch nur ein Bruchteil: Stiebers Linksschuss (11.) sprang vom Innenpfosten wieder heraus. Osawe scheiterte zweimal knapp (25. / 67.) an Arminia-Keeper Hesl.
Nach einem Trikotzupfer an Stieber im Strafraum verwehrte Schiedsrichter Frank Willenborg den Roten Teufeln zudem den fälligen Strafstoß. Was Kapitän Marcel Gaus so in Rage brachte, dass er beim Insistieren den Referee am Arm packte. Unvermeidlich deshalb der Ausschluss, nachdem er vorher schon Gelb gesehen hatte. "Er hat sich bei der Mannschaft dafür entschuldigt", gab Trainer Tayfun Korkut später zu Protokoll.
Ein gelungenes Startelf-Debüt feierte der Ex-Eintrachtler Robin Koch als Innenverteidiger an der Seite von Tim Heubach. Ruhig, abgeklärt, mit gutem Kopfball- und Stellungsspiel versehen, empfahl sich der 20-jährige frühere Trierer, der zuvor in der Lauterer U23 in der Regionalliga einen Stammplatz hatte, durchaus für weitere Auftritte in der Zweitligaelf.
Als die Arminia nach dem Platzverweis für Gaus noch einmal drängte und zu Chancen kam, half er mit, den Punkt zu verteidigen. Im Keller der Tabelle bleibt es damit für den FCK ziemlich duster. jüb

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