Zweite Fußball-Bundesliga: Kaiserslautern startet heute in Hannover in die Rückrunde

Zweite Fußball-Bundesliga: Kaiserslautern startet heute in Hannover in die Rückrunde

Der 1. FC Kaiserslautern startet heute in Hannover mit vielen Fragezeichen, einem neuen Hoffnungsträger und einem neuen Mann auf der Trainerbank in die Zweitliga-Rückrunde (20.15 Uhr/Sport1). Wieder mal heißt es beim 1. FC Kaiserslautern: (fast) alles auf null.

Ein bisschen betonte Lässigkeit mit einem Hauch Schnoddrigkeit, dann aber auch wieder Respekt einfordernde Distanz. Norbert Meier ist eine Mischung aus alledem. Einer, der weiß, auf was er sich eingelassen hat bei einem Verein, dessen latenter Hang zu masochistischem Chaos in den Führungsetagen derzeit bestenfalls noch von der Ungefährlichkeit seiner Stürmer vor dem gegnerischen Tor übertroffen wird.

Die Sturmflaute will der neue Trainer des 1. FC Kaiserslautern auf jeden Fall ändern. Und die bisher glänzende Defensivarbeit beibehalten.

Einen, der bei diesem Ansinnen kräftig mithelfen soll, hat der am 3. Januar vorgestellte Coach schon ausgemacht: "Ich habe Pritsche ja schon in Bielefeld gehabt", blickt er zurück. "Pritsche", so nennen alle im Umkreis des Vereins den 23-jährigen Stürmer Kacper Przybylko.

Nach einer langwierigen Fußverletzung hat sich der 1,92 Meter große Angreifer im spanischen Trainingslager der Pfälzer wieder an die Mannschaft herangearbeitet. Dreimal hat er in den Vorbereitungsspielen getroffen.

Einen Blankoscheck will Meier dem zum Hoffnungsträger mutierten Stoßstürmer nicht ausstellen. Aber da Jacques Zoua bis zum Wochenende mit Kamerun noch beim Afrika Cup weilte, der in seiner Leistung sprunghafte Osayamen Osawe bei Meier meist über den linken Flügel kommt und Lukas Görtler immer noch auf seinen Durchbruch wartet, dürfte "Pritsche" heute im Spiel beim Bundesliga-Absteiger Hannover 96 gesetzt sein.

Trainer Maier ("Die Spieler siezen mich, ich duze sie. Das war die Vorgabe.") hat nach eigenen Angaben in der Kennenlern-Phase eine Mannschaft vorgefunden, die "charakterlich einwandfrei und leistungsbereit ist". In Hannover fordert er von seinen Spielern klare Aktionen: "Gegen einen derart hochstehenden und offensiv orientierten Gegner kannst du kein Klein-klein in der eigenen Hälfte rumfummeln." So ähnlich sieht es auch FCK-Kapitän Daniel Halfar. Nach dem 0:4 zum Saisonauftakt habe man gegen Hannover noch etwas gutzumachen. jüb

Mehr von Volksfreund