Wer zuerst kommt, mahlt zuerst: Liverpool sichert sich Jungtalent Van den Berg

Transfermarkt : Wer zuerst kommt, mahlt zuerst: Liverpool sichert sich Jungtalent Van den Berg

Im Fußball sind hochqualifizierte Spieler das größte Kapital. Entsprechend ehrgeizig wird auch der Kampf um die besten Talente ausgetragen, insbesondere junge Nachwuchsspieler, deren Karrieren noch vor ihnen liegen.

Dabei kommen sich durchaus große Clubs immer wieder in die Quere. So geschah es auch kürzlich im Wettbewerb um das niederländische Jungtalent Sepp van den Berg. Dieser Artikel erklärt, wie Liverpool schließlich als Sieger aus der Sache herausging und welche Vereine dabei leer ausgingen.

Erst Spott, dann Nachahmung

Während sich früher auf dem Transfermarkt die großen Vereine um noch größere Spieler balgten, verfolgt Liverpool seit jeher eine andere Strategie: Der englische Verein konzentriert sich vor allem auf junge, weniger bekannte Spieler, in denen er großes Potenzial erkennt. Diese Strategie sorgte bisweilen für Häme bei den konkurrierenden Clubs, die einen Star-Kicker nach dem anderen einstrichen und sich damit Liverpool überlegen fühlten. Doch die Rechnung ging für Liverpool auf: Die jungen Talente entwickelten sich zu handfesten Assen am Ball und trugen unter anderem dazu bei, dass der Verein zuletzt die Champions League gewann. Auch die besten Online Buchmacher in Deutschland tragen dem Rechnung und bieten Sportwetten in Deutschland an, bei denen Liverpool ausgesprochen hohe Chancen zugeschrieben werden. Van den Berg stellt nun einen weiteren Schachzug dieser Strategie dar. Allerdings haben diesmal auch die anderen Vereine erkannt, wie sinnvoll das Liverpool'sche Vorgehen ist und haben versucht, dem Verein den jungen Kicker streitig zu machen.

Bayerns Köder zieht nicht

Einer dieser Vereine, der Hoffnung hegte, den jungen Niederländer in letzter Minute noch abzuwerben, war Bayern München. Der Eliteverein machte Van den Bergs Manager ein Angebot, als dessen Schützling bereits das medizinische Check-up in Anfield über sich ergehen ließ. Trotz des äußerst attraktiven Angebots blieb Van den Berg standhaft: Er hatte sich offensichtlich bereits auf den Wechsel zu dem englischen Verein eingestellt. Und dieser bietet ihm auch tatsächlich erstklassige Chancen: So steigt der Niederländer direkt im Kader des ersten Teams ein und tourt wahrscheinlich mit dem Pre-season Squad durch die USA. Der Neuzugang war für den Verein vergleichsweise günstig: Lediglich 1,3 Millionen Pfund musste Liverpool bis jetzt dafür hinlegen. Je nach Performance des Spielers könnten daraus aber bis zu 4,4 Millionen Pfund werden. Damit handelt es sich auch um einen attraktiven Deal für Van den Bergs ehemaligen Verein, den PEC Zwolle. Auch Ajax hatte übrigens ein Auge auf den rothaarigen Kicker geworfen, ebenfalls ohne Erfolg.

Zusammenhalt statt monetäre Investitionen

Mit seinem Fokus auf junge Talente ist Klopp also gut gefahren und es sieht ganz danach aus, als treffe er auch mit dem zweiten Teil seiner Strategie einen Nerv: So wolle der Liverpool-Trainer in dieser Saison das Budget nicht überstrapazieren, um den Verein voranzubringen. Stattdessen setze er darauf, die vorhandenen Spieler zusammenzuhalten und so den Teamgeist in der Mannschaft zu erhöhen. Er reflektiert, dass die bisherige Leistung der Mannschaft immer dann abgefallen sei, wenn erfolgreich gewordene Spieler in andere Vereine gewechselt hätten.

Liverpool hofft, mit der Aufnahme von Van den Berg einen ähnlichen Coup zu landen wie damals, als der Verein Joe Gomez unter Vertrag nahm. Gomez legte ebenso einen senkrechten Start bei Liverpool hin und holte die investierten 3,5 Millionen Pfund im Handumdrehen wieder herein.

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