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Leistungsdaten steuern die Belastung
Trainingsinhalte sind gut dosiert

Duell der Verteidiger: Tony Jantschke (links) und Nico Elvedi im Training Borussias.
Duell der Verteidiger: Tony Jantschke (links) und Nico Elvedi im Training Borussias. FOTO: Dirk Päffgen
Bei Borussias Training am Mittwochvormittag herrschten beste Bedingungen: Sonnenschein, ein bisschen windig, also nicht zu heiß. Trainer Dieter Hecking konnte nahezu aus dem Vollen schöpfen, die Leistungsdaten der Profis ermöglichen eine genaue Dosierung für jeden einzelnen. Von Georg Amend

Als es richtig losgeht mit den schönen Dingen in der Trainingseinheit eines Profifußballers, da ist für ein Borussen-Trio Schluss: Kapitän Lars Stindl, Thorgan Hazard und Fabian Johnson dürfen das Abschlussspiel nicht mitmachen, stattdessen laufen sie mit Fitness-Coach Markus Müller aus. Das bedeutet nicht, dass die Drei verletzt wären, es ist vielmehr so, dass die Leistungsdaten direkt erfasst werden und so signalisieren, welche Belastung für welchen Spieler in welchem Zustand sinnvoll ist. Stindl befindet sich nach seinem Syndesmosebandriss im Plan für sein Comeback, er hat wie Hazard und Johnson zuvor die komplette Einheit mitgemacht, nur sollte die Belastung des Abschlussspiels eben für alle drei diesmal nicht sein.

Das Trio hat aber trotzdem sichtlich gute Laune, joggt um den Platz, auf dem die Kollegen sprinten, schießen und Zweikämpfe führen. Fitness-Coach Müller stellt eine durchaus beachtliche Schusstechnik unter Beweis, als er einen am Rande liegenden Ball mit dem Außenrist so andreht, dass er fast in ein in gerader Linie von ihm, ebenfalls am Rande stehenden Tor gelandet wäre – der Kunstschuss war nur ein bisschen zu lang, ansonsten hätte er gepasst. Johnson macht es Müller nach, doch auch der Ball findet nicht den Weg ins Tor. Das tut der guten Laune auf der letzten Auslaufrunde aber keinen Abbruch, anschließend werden die Beine gedehnt und massiert.

Gut gelauntes Auslaufen bei Borussia: Fabian Johnson, Thorgan Hazard, Lars Stindl, Fitness-Trainer Markus Müller (von links).
Gut gelauntes Auslaufen bei Borussia: Fabian Johnson, Thorgan Hazard, Lars Stindl, Fitness-Trainer Markus Müller (von links). FOTO: Georg Amend

Auf dem abgeteilten Feld am hinteren Ende des Trainingsplatzes sind die Kollegen derweil noch gut beschäftigt, Laszlo Bénes haut mit seinem linken Fuß einen strammen Schuss nur knapp am Tor vorbei. Eine spätere Ecke könnte eine Kopie derjenigen sein, die beim 2:1-Sieg über Schalke am vergangenen Samstag zum 1:0 durch Matthias Ginter geführt hatte – allerdings verteidigen die Borussen den weit vom Tor weggezogenen Ball besser und klären. Sie kennen die Variante aber ja auch, denkbar ist, dass der für die Standards zuständige Co-Trainer Dirk Bremser sich für Borussias Partie am Samstag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC Berlin noch andere Ausführungen einfallen lässt. Gelegenheit, diese dann zu testen, gäbe es in der Trainingseinheit am Donnerstag, die nicht öffentlich ist. Vor der Abreise nach Berlin üben die Borussen am Freitag um 10.30 Uhr noch einmal öffentlich.

Nichts Neues gibt es derweil in Sachen Raffael, der Brasilianer macht dasTraining nicht voll mit, läuft mit seinen Wadenproblemen aber weiterhin.