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Champions Trophy
Japans Auswahl besiegt Borussias U19

Jugendfußball. Bei der Champions Trophy in Düsseldorf verliert der Fohlennachwuchs das Finale. Da fehlt Steinkötter bereits verletzt. André Piel

Bei der Champions Trophy in Düsseldorf hat der Fohlennachwuchs das Finale verloren. Da fehlte Justin Steinkötter bereits verletzt.

Auch nach der 56. Auflage der Champions Trophy, die traditionell zu Ostern vom BV 04 Düsseldorf veranstaltet wird, muss die U19 der Borussen auf den ersten Turniersieg warten. Wie im Vorjahr, als sie im Endspiel 0:2 dem damaligen Seriensieger RB Salzburg unterlagen, spielten sich die Gladbacher zwar in das Finale des international hochkarätig besetzten Turniers, für den Titel reichte es aber erneut nicht. Im Endspiel verlor der Fohlennachwuchs gegen die Japanische Hochschulauswahl 1:2.

Dabei gingen die Gladbacher bereits in der 8. Minute in Führung: Ali Abu-Alfa nutzte einen ungenügend geklärten Ball der Japaner und zog von der Strafraumgrenze volley ab. Die Freude über dieses Traumtor währte aber nur kurz. Gerade einmal zwei Zeigerumdrehungen später fiel bereits der Ausgleich. "Das war besonders ärgerlich, weil der Treffer aus einer klaren Abseitsposition fällt und in unseren Augen nicht hätte zählen dürfen", sagte Borussias Trainer Thomas Flath. Sein Team haderte mit dem Gegentor und fand fortan nicht mehr richtig ins Spiel. "Die Jungs waren müde, und dann kann es einfach passieren, dass so eine Aktion ein spielentscheidendes Moment hat", befand Flath.

Nach 25 Minuten wurden die Seiten gewechselt. Die zweite Halbzeit wurde von den im gesamten Turnier sehr laufstarken Japanern, die zum dritten Mal einen 0:1-Rückstand aufgeholt hatten, beherrscht. Der Siegtreffer fiel nach einem Foulelfmeter, Franz Langhoff im Gladbacher Tor war machtlos. Er wurde nach dem Finale als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet. "Das ist zwar schön, aber ich hätte mit der Mannschaft natürlich lieber den ganz großen Pokal gewonnen", sagte der Schlussmann.

Die Auszeichnung hatte sich Langhoff insbesondere durch seine Leistung im Halbfinale verdient. Gegen Werder Bremen musste nach ausgeglichenem, aber torlosem Spiel der Sieger im Elfmeterschießen bestimmt werden. Während für die Borussen Mawerick Dreßen, Riccardo Grym, Behadil Sabani und Mehmet Bayrakli sicher verwandelten, parierte Langhoff die Schüsse der Bremer Ilia Gruev und Caram Cameiro Alves. Die Gladbacher waren als Gruppenerster in das Halbfinale eingezogen.

Zum Auftakt am Gründonnerstag hatten die Borussen in Fortuna Düsseldorf einen Konkurrenten 2:1 besiegt, gegen den es in der Bundesliga zwei Niederlagen gegeben hatte. Am zweiten Turniertag folgten ein 0:0 gegen Huddersfield Town und ein 3:0-Sieg über Legia Warschau. Im abschließenden Gruppenspiel wurde Rang eins mit einem 2:0 gegen die italienische Mannschaft US Sassuolo gesichert. Justin Steinkötter (11.) und Davide Romeo (17.) hatten früh die Weichen auf Sieg gestellt.

Einziger Wermutstropfen des insgesamt erfolgreichen Turniers war die Verletzung von Steinkötter. Der Mittelstürmer musste im Halbfinale mit einer Prellung am Fuß ausgewechselt werden und konnte im Finale nicht mitwirken. Ob er am Sonntag im wichtigen Bundesliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld auflaufen kann, entscheidet sich nach weiteren Untersuchungen.