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Borussias neuer Rehapartner
Verträge mit Medical Park sind unterschrieben

Mönchengladbach. Borussia hat nun auch offiziell einen neuen Partner im Bereich Rehabilitation: Nachdem der Bundesligist die Anteile an der gemeinsamen Gesellschaft von Medicoreha zurückgekauft hat, steigt die Medical Park Gruppe als neuer Hauptgesellschafter des Reha-Zentrums im Borussia-Park ein. Karsten Kellermann

Am Montag wurden die Verträge unterschrieben. Medical Park sitzt in Amerang, unweit des Chiemsees, betreibt aber in ganz Deutschland zwölf Kliniken und zwei ambulante Gesundheitszentren mit dem Schwerpunkt Rehabilitation und Prävention. Eine dieser Kliniken liegt in Bad Wiessee, dem Nachbarort von Rottach-Egern, wo Borussia seit Jahren im Sommertrainingslager Stammgast ist. "Daher kennen wir Medical Park seit Jahren", wird Sportdirektor Max Eberl zitiert. "Wir haben uns vor Ort von der hervorragenden Qualität überzeugen können." Zuletzt war schon der verletzte Ibo Traoré dort zur Behandlung.

Medical Park hat große Erfahrung in der Behandlung von Spitzenathleten, kooperiert mit Spitzenverbänden und Vereinen in vielen Sportarten und wird eng mit dem medizinischen Team der Profi-Mannschaft zusammenarbeiten. Die Borussen hoffen, dass auf diesem Wege auch die Verletzungsproblematik mit angepackt werden kann. In der laufenden Saison haben die Gladbacher die vielen Ausfälle (bis zu zwölf Profis fehlten zeitweise) als einen wesentlichen Grund ausgemacht, dass es gerade in der Rückrunde nicht rund läuft.

"Es ist elementar, sich in diesem Bereich bestmöglich aufzustellen. In Medical Park haben wir einen im Leistungssport sehr erfahrenen Partner gefunden, um in Zukunft die Anzahl der Verletzungen ohne Fremdeinwirkung reduzieren und Reha-Maßnahmen verbessern zu können", sagte Eberl. Borussias Leiter Medizin und Prävention, Dr. Andreas Schlumberger, erstellt mit dem neuen Partner ein Konzept für die Versorgung der Profis. Stamer sagt: "Wir wollen mit unseren Kompetenzen das ergänzen, was Borussias medizinisches Team derzeit schon macht. Wir versuchen neue Ideen einzubringen."

Für die "normalen" Kunden ändert sich bis zum Bezug des Neubaus gegenüber des Stadions im Herbst zunächst nicht viel. Das komplette Betreuungsteam werde übernommen, kein Patient müsse sich an einen neuen Therapeuten gewöhnen, sagte Schippers. Weiterentwickelt werden mit dem Umzug auch die Behandlungs- und Trainingsoptionen mit modernster Geräte- und Raumausstattung auf dann 1.500 Quadratmetern. In die Ausstattung des neuen Reha-Zentrums wird nach unseren Informationen rund eine Million Euro investiert.