| 16:11 Uhr

Gladbach empfängt Hertha
Borussia will überzeugen und punkten

Mönchengladbach. Rein statistisch hat Borussia am Samstag gute Chancen, mal wieder einen Sieg in der Bundesliga zu landen. Gegen Hertha BSC Berlin, das in den Borussia-Park kommt, wurden sieben der letzten acht Spiele gewonnen. Karsten Kellermann

Die letzte Heimniederlage gegen die Berliner gab es im September 2008. Damals war ein gewisser Lucien Favre Hertha-Trainer und auch Raffael spielte noch für den Hauptstadt-Klub.

Den letzten "Dreier" in der Bundesliga schafften die Gladbacher am 24. Februar beim 1:0 in Hannover, seither gab es drei Remis und das 0:2 in Leverkusen.

Dieter Hecking, Cheftrainer der Borussen, weiß, dass solche Statistiken hübsch, aber nicht hilfreich sind. Das gilt auch für die Statistik, die besagt, dass er als Trainer keine höhere Siegquote hat als gegen die Hertha (65 Prozent). Viel wichtiger ist für ihn, dass er neue Optionen für die Startelf hat. Denis Zakaria ist wieder dabei, Vincenzo Grifo und Tony Jantschke ebenso – und auch Laszlo Bénes ist nochmal eine Woche weiter. Zudem konnte Hecking, weil Tobias Strobl und Ibo Traoré wieder im Training sind, auf dem Übungsplatz "mal elf gegen elf spielen lassen – und dabei hat das zweite Team das erste richtig gefordert", berichtete Hecking am Freitag. "Es sind wieder Konkurrenten auf dem Platz, die sich für die Startelf bewerben".

Der Ansatz für den Samstag ist klar definiert: Borussia will überzeugen und punkten. "Darauf legen wir das Hauptaugenmerk - unabhängig davon, was das dann für Auswirkungen auf die Tabelle hat. Es geht darum, morgen gegen Hertha ein richtig gutes Spiel zu machen und zu gewinnen. Dann haben wir noch mal fünf Spiele. Wir wollen das Maximale herausholen aus den letzten sechs Spielen", sagte Hecking.

Um gegen Hertha zum Erfolg zu kommen, bedarf es guter spielerischer Ideen und wohl auch einiger Geduld. Die Berliner sind kompakt und laufstark. "Wir brauchen Eins-gegen-Eins-Spieler auf dem Platz und ein gutes Kombinationsspiel", weiß Hecking. Da wäre einer wie Traoré natürlich prädestiniert, doch für den schnellen Außenspieler kommt, wie für Strobl, das Hertha-Spiel wohl zu früh. "Bei ihnen muss man genau überlegen, ob es schon sinnvoll ist, sie in den Kader zu nehmen", sagte Hecking.

Wie er sein Team formieren wird, ließ er offen. Zuletzt spielten die Borussen zweimal im 3-1-4-2-System, doch angesichts der mehr gewordenen personellen Optionen könnte Hecking auch wieder auf ein 4-2-3-1 oder 4-4-2 setzen. Welches System und welches Personal Hecking auch immer wählt – die gute Bilanz gegen die Hertha soll fortgesetzt werden.