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Borussias U23
Stärker jenseits der Komfortzone

Mönchengladbach. Wenn Borussias U23 am Samstag um 14 Uhr bei der SG Wattenscheid 09 in der Lohrheide antritt, dann wird es für viele der Borussen ein Wiedersehen geben. Denn im Sommer wechselte Torhüter Steffen Scharbaum zu den Bochumern. Sascha Köppen

Wenn Borussias U23 am Samstag um 14 Uhr bei der SG Wattenscheid 09 in der Lohrheide antritt, dann wird es für viele der Borussen ein Wiedersehen geben. Denn im Sommer wechselte Torhüter Steffen Scharbaum zu den Bochumern.

Seit einigen Wochen vertritt er dort Stammkeeper Edin Sancaktar und trumpft mit starken Leistungen auf. "Er hat in einem Interview gesagt, dass ihm in Gladbach schon viel abgenommen wurde und er sich daran gewöhnen musste, Dinge selbst in die Hand zu nehmen", sagte Borussias Coach Arie van Lent. Sein Wattenscheider Kollege Farat Toku sieht genau darin den Grund für die positive Entwicklung des Torhüters, dass Scharbaum seine Komfortzone habe verlassen müssen.

Ein Auge werden die Borussen in der Verteidigung stets bei Joseph Boyamba haben müssen. Der 09-Angreifer hat zwar bisher "nur" acht Saisontreffer erzielt, mit seinen Leistungen aber nicht nur das Interesse gleich mehrerer Dritt- und Viertligisten, sondern dem Vernehmen nach wohl auch das von Eintracht Braunschweig auf sich gezogen.

Im Hinspiel bekamen die Borussen im Grenzlandstadion eine derbe 0:4-Packung, den Führungstreffer erzielte Boyamba und überzeugte auch sonst. "Ihn dürfen wir natürlich nie unbeobachtet lassen, weil er der Typ Spieler ist, der nur auf Fehler wartet", sagte van Lent.

Insgesamt gibt es aus dem Hinspiel also etwas gutzumachen, und ohnehin rangieren die Wattenscheider nur einen Zähler hinter den Borussen. Bei einem Erfolg wären diese nur noch zwei Zähler von der 40-Punkte-Marke entfernt und könnten sich darauf konzentrieren, in der Tabelle noch den einen oder anderen Platz zu klettern.

Trotz der in Wattenscheid gewohnt schwierigen Platzbedingungen erwartet der Gladbacher Trainer ein Spiel, in dem beide Teams ihre spielerischen Mittel zum Tragen bringen wollen, um erfolgreich zu sein.

Den Borussen könnte dabei die inzwischen bessere personelle Lage helfen. Denn bis auf Mike Feigenspan, der nach seiner Schambeinentzündung noch ein wenig Zeit braucht, sieht es sehr gut aus. "Wir haben endlich wieder einen fühlbaren Konkurrenzkampf", sagte der Coach.

Van Lent weiß allerdings noch nicht, ob ihm Spieler aus dem Profilager zur Verfügung stehen werden. Wie gegen Beeck wird auch Oliver Stang wieder im Kader sein, ist aber kein Thema für die Startelf. "Für einen Einsatz von Beginn an wird es wohl noch nicht reichen", sagte van Lent, der dem Abwehr-Routinier eine Halbzeit aber schon wieder zutrauen würde.