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Länderspiele im Dezember?
Clubs kritisieren erneute Bundesligapause

Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Foto: Sven Hoppe
Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Foto: Sven Hoppe FOTO: Sven Hoppe
Düsseldorf. Viele Clubs der Fußball-Bundesliga fordern eine Änderung der Abstellungszeiträume für Länderspiele. Drei Pausen im September, Oktober und November seien zu viel. Dies ergab eine Umfrage des Fachmagazins „kicker“. dpa

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge unterstützt Bestrebungen, statt drei Pausen mit jeweils zwei Länderspielen nur noch zwei Pausen mit jeweils drei Länderspielen einzuführen: „Das wäre aus meiner Sicht eine Verbesserung im Vergleich zum aktuellen Status.“ Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagte: „Wir haben drei Unterbrechungen in der Hinrunde, das ist Wahnsinn!“

Florian Kohfeldt meinte, dass man die Länderspieltermine verschieben könne. „Wenn einer davon auf die Zeit direkt vor Weihnachten oder in die Rückrunde gelegt würde, hätte ich nichts dagegen“, sagte der Coach von Werder Bremen. Zwei statt drei Pausen wünscht sich auch Hans-Joachim Watzke. Aber der Clubchef von Borussia Dortmund weiß auch: „Dass irgendwann Länderspiele stattfinden müssen, ist klar. Aber wenn wir uns noch hundertmal beklagen - wir müssen das so annehmen und fertig.“

Rudi Völler beschäftigt sich gleichfalls mit der Frage, wie man die Bundesliga-Hinrunde entzerren könnte. „Auch wenn wir die WM hatten: Wir hätten einfach zwei Wochen früher anfangen müssen. Wahnsinn! Unfassbar!“ Für Bayer Leverkusens Geschäftsführer Sport sind die Länderspielpausen im Oktober und November am problematischsten: „Weil es vorher und hinterher englische Wochen gibt“.

Umfrage im kicker