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| 09:30 Uhr

Kein eigenes Konzept
Kind wirft 50+1-Befürwortern Planlosigkeit vor

Streitbarer 96-Präsident: Martin Kind. Foto: Peter Steffen
Streitbarer 96-Präsident: Martin Kind. Foto: Peter Steffen FOTO: Peter Steffen
Berlin. Martin Kind hat seinen Kritikern in der 50+1-Debatte Planlosigkeit und mangelnde Weitsicht vorgeworfen. dpa

„Es handelt sich nicht um massiven Widerstand, jedoch um lautstarken Widerstand. Sie lehnen den Weg bei Hannover 96 ab, haben aber kein eigenes Konzept dagegengestellt, über das man seriös diskutieren kann“, sagte der Präsident vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 dem Wirtschaftsnachrichtenportal Business Insider.

Er denke, es handele sich hier „um eine Kulturfrage des Fußballs und eine Machtfrage. Sicher geprägt durch Angst vor Veränderungen“, fügte Kind hinzu. Er unterstrich, dass die Bundesligavereine unter wettbewerbsgleichen Bedingungen die Herausforderung annehmen müssten, um national und international wettbewerbsfähig zu sein.

Kind übte Kritik auch an BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der sich für den Erhalt der 50+1-Regel einsetzt. „Mich überrascht die Position von Herrn Watzke. Borussia ist eine börsenorientierte Kapitalgesellschaft. Herr Watzke als Geschäftsführer wird durch Dortmund e.V. berufen. Nach meiner Sicht hat er jedoch die Vorgaben des Aufsichtsrates der KGaA zu beachten. Eine schwierige Haltung von ihm“, monierte Kind.

Laut der 50+1-Regel müssen die Stammvereine die Mehrheit von 50 plus einer Stimme in den ausgelagerten Kapitalgesellschaften halten. Dadurch soll der Einfluss von Investoren begrenzt werden. Kind will dennoch bei 96 die Mehrheit übernehmen und begründet dies mit seinem langjährigen Engagement von mehr als 20 Jahren bei den Niedersachsen.

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