Kolumne Ballgeflüster: (Pader)born to be wild!

Kolumne Ballgeflüster : (Pader)born to be wild!

Gäbe es in der Bundesliga Punkte für Mut, dann müsste man die Tabelle mal schnell umdrehen. Zumindest auf den SC Paderborn bezogen. Die Ostwestfalen sind unbestritten die wildeste und mutigste Truppe der Bundesliga.

Hatte Paderborn vergangene Woche den BVB in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt, um dann die 3:0-Führung noch zu vergeigen, machten es die tapferen Blau-Schwarzen am Samstag beim nächsten Champions-League-Teilnehmer (fast) genau anders herum.

Statt sich bei einem 0:3-Rückstand gegen Leipzig zu ergeben und abschießen zu lassen, kämpfte sich das Team zurück. Sinnbild des Kampfgeistes: Stürmer Streli Mamba. Mit seinem fünften Saisontor, dem Mamba Number Five, leitete er die Aufholjagd ein, vergangene Woche ließ er die Dortmunder Hummels und Weigl aussehen wie Schuljungen.

Wer es nicht weiß, der Mann ist vergangenes Jahr mit Energie Cottbus in die Regionalliga abgestiegen. Kann man mal machen, so einen Durchbruch.

Schade, dass  die kämpferischen Ostwestfalen nächstes Jahr in der Bundesliga fehlen werden. Willst du die Klasse halten, musst du die Dinger auch zu Ende bringen. Für Mut gibt es (leider) keine Punkte.