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Kommentar zum Becherwurf und zu Markus Anfang

Kommentar : Zwei Vorfälle, eine Meinung: So geht es nicht!

Feuerzeuge, Bierbecher oder andere Sachen werden immer wieder mal Richtung Spielfeld geworfen. Das ist leider nichts Neues. Zu Saisonbeginn erheiterte Dortmunds Spieler Jude Bellingham die Fans, als er beim Jubeln einen Becher gefangen und sich den Inhalt ins Gesicht geschüttet hatte.

Glück gehabt! Nicht jeder sieht den Wurfgegenstand kommen, nicht jeder ist so reaktionsschnell wie der Dortmunder. Die Sache hätte anders ausgehen können. Glück hatte am Freitag auch Schiedsrichterassistent Christian Gittelmann in Bochum. Er kam mit einer Schädelprellung und einem Schleudertrauma davon. Als hätte es der Verein geahnt: Vor der Partie wurde ein gemeinsam mit einem Sponsor produzierter Videoclip zu dem Thema auf den Stadionleinwänden gezeigt. Das Bier sei nicht zum Werfen, sondern zum Trinken da, sagt VfL-Kapitän Anthony Losilla. Das haben nicht alle verstanden – nun müssen klare Regeln und harte Sanktionen her.

Seine Strafe akzeptiert und Reue gezeigt hat Markus Anfang. Doch wird er jemals eine zweite Chance bekommen? Schwierig. Er hat zu viel Vertrauen verspielt. Er ist (vorerst) zum Zuschauen verurteilt. Bitter, aber so geht es halt nicht.

s.strohm@volksfreund.de