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Moukoko, Haaland & Co.: Globalisierter Jugendwahn

Kolumne Ballgeflüster : Moukoko, Haaland & Co.: Globalisierter Jugendwahn

Seit Samstag hat die Bundesliga einen neuen Rekord-Jungspieler: Youssoufa Moukoko. Doch dieser Jugendwahn ist nicht nur unglaublich, sondern auch schädlich für die jungen Spieler.

Was bei Borussia Dortmund da wächst, gedeiht und abgeht, ist unglaublich: Da lobt ein 20-Jähriger (Erling Haaland), der gerade zu Europas besten Spieler unter 21 Jahren gewählt wurde, einen 16-jährigen Mitspieler (Youssoufa Moukoko), er sei das größte Talent weltweit.

Und daneben stehen weitere 18- 20-Jährige (Sancho, Reyna, etc.) im Kader der Borussen, die auf den Einkaufszetteln der globalen Topklubs ganz oben stehen. Dortmund ist das beste Beispiel, aber auch Leipzig und teilweise die Bayern aus München stehen für diesen globalisierten Jugendwahn - immer jünger, immer besser. Solche Perlen zu tauchen, sie dann auszubilden und später für richtig viel Geld in die Premiere League zu verkaufen, ist ein gutes Geschäftsmodell. 

Leipzig macht es vor - auch mit einem deutschen Stars, Timo Werner, aber auch mit vielen, die die Späher des Brause-Imperiums weltweit entdeckt haben. Aber der Hype, der um Erling Haaland und Youssoufa Moukoko abgehalten wird, ist nicht nur unglaublich, sondern auch schädlich für die Jungprofis.

BVB-Trainer Lucien Favre meint im Fall von Moukoko völlig zurecht, dass er doch erstmal in der Bundesliga spielen soll.

sport@volksfreund.de