| 18:10 Uhr

Randale vor Champions-League-Spiel
Polizei in Rom fürchtet Racheaktion englischer Hooligans

Rom. Die Polizei in Rom arbeitet fieberhaft an einem Sicherheitskonzept für das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen AS Rom und dem FC Liverpool am kommenden Mittwoch in der italienischen Hauptstadt.

Die Polizei in Rom arbeitet fieberhaft an einem Sicherheitskonzept für das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen AS Rom und dem FC Liverpool am kommenden Mittwoch in der italienischen Hauptstadt.

Nachdem es am Rande des Hinspiels in England am Dienstagabend zu folgenschweren Ausschreitungen gekommen war, bei denen ein 53 Jahre alter Anhänger des englischen Fußball-Traditionsklubs durch Attacken italienischer Hooligans lebensgefährlich verletzt wurde, befürchten die Behörden für kommende Woche Racheaktionen englischer Fans in der ewigen Stadt.

Zwei 25 und 26 Jahre alte Männer aus Rom waren wegen des Verdachts des versuchten Mordes nach dem 5:2 von Liverpool gegen die Roma festgenommen worden. Als Konsequenz aus den Vorfällen von Dienstag will die Polizei beim Rückspiel nicht nur die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Olympiastadion verstärken, sondern auch im Stadtzentrum.

Die AS Rom kritisierte indes das "abscheuliche" Verhalten einer Minderheit von Fans, die "Schande über den Klub bringen". Der Verein kooperiere in dieser Angelegenheit mit dem FC Liverpool, der UEFA und den lokalen Behörden.

Der FC Liverpool hatte sich bereits zuvor in einer Mitteilung "geschockt und entsetzt" gezeigt. Man sei in Gedanken beim Opfer und dessen Familie. Zudem kündigte der Verein seine "volle Unterstützung" an.

Der Angriff ereignete sich kurz vor Anpfiff des Spiels im Umfeld des Stadions an der Anfield Road. Das Opfer erlitt schwere Kopfverletzungen und wird in einem Krankenhaus medizinisch betreut. Rund 80 Roma-Hooligans sollen sich vor Spielbeginn über eine Seitenstraße einem von Liverpool-Fans gesäumten Bereich genähert haben, als Schlagwaffen sollen unter anderem Gürtel verwendet worden sein. Insgesamt sprachen die Behörden von neun Festnahmen wegen verschiedener Vergehen.

(sid)