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A-Jugend-Bundesliga: Eintracht Trier bietet FC Augsburg lange Paroli

A-Jugend-Bundesliga : Eintrachts A-Jugend stresst Augsburg lange Zeit

A-Jugend-Bundesliga: Widerstand der wackeren Trierer erst eine Viertelstunde vor Schluss in Unterzahl gebrochen.

Dem hohen Favoriten boten sie bis in die Schlussphase hinein Paroli. In Überzahl war der amtierende Staffelsieger der A-Jugend-Bundesliga Süd/Südwest vom FC Augsburg dann aber zu stark für die wackere U19 von Eintracht Trier und gewann mit 4:2 im Moselstadion.

Wie unzufrieden Augsburgs Trainer Alexander Frankenberger mit dem Auftritt seiner Mannschaft zunächst war, wurde in der 35. Minute deutlich. „Wir brauchen jemanden, der Energie reinbringt“, rief er seinem Angreifer Ruvjed Perovic zu, um ihn fünf Minuten später gegen den bis dahin enttäuschenden Levin Krasniqi einzutauschen. Die Ideenlosigkeit und das mangelnde Tempo im Spiel des Bundesliganachwuchses war indes auch der konzentrierten, kompakten und auf schnelle Gegenstöße ausgelegten Spielweise der Trierer zuzuschreiben. In der zwölften Minute zeigte die Elf von Trainer Jan Stoffels eine mustergültige Aktion, die zum 1:0 führte: Kapitän Noah Herber hatte sich den Ball im eigenen Mittelfeld erkämpft, schlug den Ball lang auf Noah Lorenz, der zunächst an FCA-Keeper Marcel Lubik scheiterte. Im Nachsetzen war dann Mustafa Sungur zur Stelle.

Dass die Eintracht im ersten Durchgang nur hier und da Chancen der Gäste zuließ – in höchster Not war Torwart Moritz Berhard auf dem Posten, wie etwa kurz vor der Pause im Eins-gegen-eins gegen Alem Japaur – lag nicht nur an der aufmerksamen Fünfer-Abwehrkette, sondern an der insgesamt sehr gut arbeitenden Mannschaft. Zu dieser zählte auch der doch noch rechtzeitig vor der Partie spielberechtigte Ukrainer Vlad Zapor, der neben Herber im defensiven Mittelfeld agierte.

Kurz nach der Pause erwies Zapor seiner Mannschaft aber einen Bärendienst: Als er den Ball bei einem Freistoß blockierte, sah er zum zweiten Mal Gelb und flog damit per Ampelkarte vom Platz (56.). Drei Minuten vorher hatten die im zweiten Durchgang etwas entschlossener wirkenden Schwaben den Ausgleich erzielt. Nach einem 27-Meter-Freistoß – Ammar Cisse Zakari soll zuvor angeblich gefoult haben – brachte Torwart Ber­hard den Ball nicht unter Kontrolle. Alem Japaur staubte zum 1:1 ab (53.). In Unterzahl wehrte sich die Eintracht noch eine ganze Weile erfolgreich. Nach einer Ecke stocherte Davide Dell’Erba den Ball aber eine Viertelstunde vor Schluss zum 1:2 über die Linie. Augsburg legte per Konter nach (Mert Kömür, 87.).

Doch der SVE gab sich nicht auf. FCA-Keeper Marcel Lubik vertändelte den Ball gegen den stark nachsetzenden Max Uhlig, der zum 2:3 traf (90.+3). Fast von der Mittellinie aus traf Silvio Sebalj zum 2:4 ins verwaiste Tor (90.+7) und setzte den Schlusspunkt unter eine Partie, nach der die Eintracht trotz der Niederlage zurecht mit dankbarem Applaus der 400 Zuschauer bedacht wurde.

Augsburgs Coach Alexander Frankenberger hatte sich „das Spiel genauso schwer vorgestellt – ich weiß, was die A-Jugend-Bundesliga für Eintracht Trier bedeutet“. Sein Gegenüber Jan Stoffels haderte mit individuellen Fehlern, die zu den beiden ersten Toren geführt hatten, und dem unnötigen Platzverweis. Trotzdem betonte er: „Der Stolz auf diese Leistung muss überwiegen. Wir haben Augsburg gerade in der ersten Hälfte gestresst und einen tollen Fight geliefert.“ Kapitän Noah Herber trauerte der verpassten Überraschung nach: „Wenn man führt, will man natürlich auch die drei Punkte mitnehmen. Nach der Gelb-Roten Karte und ein paar unnötigen Fehlern wurde es dann unfassbar schwer. Aber: Wir haben zwei Tore gemacht und dem Gegner gut Paroli geboten. Diese positiven Eindrücke nehmen wir jetzt mit ins nächste Spiel am kommenden Sonntag beim SC Freiburg.“

Eintracht Trier - FC Augsburg 2:4 (1:0)

Trier: Berhard - Sulejmani, Zakari (81. Holbach), Adiele, Brenner, Weber - Herber, Zapor - Bauer (81. Trombini), Sungur (60. Uhlig)- Lorenz (60. Fuchs)

Schiedsrichter: Cedrik-Alexader Bollheimer (Reichenbach)

Zuschauer: 400

Gelb-Rote Karte: Zapor (56., Unsportlichkeit)

(AA)