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Auch Rudi Thömmes bietet Mitarbeit an

Auch Rudi Thömmes bietet Mitarbeit an

Nach einer Aufsichtsrats- und Vorstandssitzung steht offiziell fest, dass der Vorstand von Eintracht Trier (Ernst Wilhelmi, Harry Thiele und Roman Gottschalk) trotz des sportlichen Niedergangs weitermachen will. Unterdessen bekundet auch Rudi Thömmes Interesse, sich im Verein einzubringen.

Trier. (bl) "Wir wollen in der jetzigen Zusammensetzung weitermachen. Wir gehen voran", sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi gestern auf TV-Anfrage. Wie berichtet, gesteht die Vereinsführung Fehler ein. Man habe Trainer Mario Basler zu spät beurlaubt. Andererseits stehe der Club finanziell "einigermaßen gesund" da, zudem habe der Verein mit Roland Seitz nun einen "Top-Trainer für die Oberliga-Saison".

Was bleibt, ist der sportliche Absturz des Noch-Regionalligisten in die Fünftklassigkeit. Aussagen aus dem Umfeld der Mannschaft, dass mit Spielern teilweise zu schroff umgegangen worden sei, weist Wilhelmi zurück.

Von der Zusammenarbeit mit dem Anfang Mai vorzeitig geschassten sportlichen Leiter Fritz Fuchs hat sich der Vorstand indes nach eigenem Bekunden mehr versprochen. Wilhelmi: "Er war mit Mario Basler der Hauptverantwortliche für die Zusammenstellung des Kaders. Und die hat sich letztlich nicht als optimal erwiesen." Fuchs reagiert verärgert: "Das ist eine Schutzbehauptung. Zu Beginn der Saison hat jeder die Mannschaft gelobt und gesagt: ,Es passt!' Für mich war es ein höllisches Jahr in Trier. Ich stand immer wieder zwischen Teilen des Vorstands, dem Geschäftsstellenleiter, Trainer Basler sowie den Spielern und musste Wogen glätten. Die Mannschaft wurde regelrecht vernichtet - psychologisch, taktisch und körperlich." Starker Tobak.

Dass es im Vorstand an sportlicher Kompetenz mangelt, räumt Wilhelmi ein. Darum soll diesem Bereich in Zukunft ein Gesicht gegeben werden.

Ausdrücklich begrüßt der Vorstand das Angebot einer Unternehmergruppe um Michael Berger, im Verein mitwirken zu wollen. Heute sollen mögliche Details besprochen werden. "Wir müssen sehen, ob eine Zusammenarbeit in der jetzigen Konstellation Sinn macht", sagte Berger dem TV.

Derweil bietet Eintracht-Pokalheld Rudi Thömmes (41) ebenfalls seine Mitarbeit an: "Ich würde gerne etwas für Eintracht Trier machen. Ich hatte ein loses Gespräch mit Roland Seitz. Mal sehen, ob sich etwas ergibt."