Das Zittern des Eintracht-Nachwuchses geht weiter

Das Zittern des Eintracht-Nachwuchses geht weiter

Statt die endgültige Rettung zu feiern, heißt es für die U 23 der Trie rer Eintracht in der Fußball-Oberliga Südwest Bangen bis zum letzten Spieltag. Mit 1:4 (1:2) unterlag Trier in Gonsenheim - positiv war allenfalls, dass außer Wirges auch sonst kein Abstiegskonkurrent gewann.

Gonsenheim. Bei der Heimniederlage gegen Betzdorf hatten noch Andreas Lengsdorf, Max Bachl-Staudinger und Tim Eckstein die U 23 verstärkt. Fehlanzeige lautete dagegen das Motto beim "Sechs-Punkte-Spiel" in Gonsenheim. Der Oberliga-Aufsteiger wurde sogar noch geschwächt, weil Johannes Kühne, in vielen Spielen der Turm in der Schlacht im Nachwuchsteam, zur ersten Mannschaft beordert wurde. So fuhren die Trierer mit einer der qualitativ schwächsten Aufstellungen der gesamten Saison nach Gonsenheim, zu einem Spiel, in dem schon ein Punkt gereicht hätte, den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Bis zum 1:1 war die Welt der Moselaner noch in Ordnung, obwohl schon in der Anfangsphase zu erkennen war, dass die nicht eingespielte Viererkette sich zum großen Problem entwickeln könnte. Schon dem ersten Gegentreffer durch Rufat Dadachev ging ein individueller Abwehrfehler voraus, den der Stürmer eiskalt zur Führung nutzte. Als der in den vergangenen Wochen immer stärker werdende Julian Bidon eine klasse Kombination über Sebastian Ting und Jan Brandscheid mit dem Ausgleich abschloss, kehrte für kurze Zeit wieder Zuversicht ein. Die hielt jedoch nicht lange an. Nach einem Eckball war der Gonsenheimer Abwehrspieler Johannes Heintz, der bei Standards immer nach vorne rückt, bei seinem Kopfball von keinem seiner Gegenspieler zu stoppen. Es fehlte der passende Gegenspieler. Alle guten Vorsätze, nach dem Wechsel alles daranzusetzen, die Partie zu wenden, waren schon nach 40 Sekunden Makulatur, als Aydin Ay eine "Vorlage" der Trie rer Abwehr - ihm wurde der Ball in den Fuß gespielt - zum vorentscheidenden dritten Treffer nutzte. Dieses Tor sorgte auch für einen psychologischen Knacks bei den Gästen, die eine Viertelstunde später den vierten Gegentreffer hinnehmen mussten. "In dieser Besetzung fehlt es uns schlicht und einfach an Qualität", urteilte Trainer Bernard Weis, "man darf ja nicht vergessen, dass wir auch noch einige verletzte Spieler ersetzen müssen." Die Ausgangsposition der Eintracht lässt aber immer noch Optimismus zu. Am letzten Spieltag haben sie den Klassenerhalt gegen Absteiger Spfr. Eisbachtal selbst in der Hand. SV Eintracht Trier 05: Basquit - Eifel, Löber, Becker (88. M. Meyer), Petersch - Heck (80. Haubrich), Ting - X. Alsina-Fonts, Bidon - Bradasch - Brandscheid (70. Besart Aliu) Tor: 1:0 (22.) Dadachev, 1:1 (25.) Bidon, 2:1 (37.) Heintz, 3:1 (46.) Ay, 4:1 (53.) Haack Schiedsrichter: Berlinger (Ludwigshafen) Zuschauer: 150

Mehr von Volksfreund