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Der Metzger gibt die Marschrichtung vor

Thomas Konrad (hier auf einem Archiv-Foto) hat wie seine Mitspieler in der Partie bei Eintracht Frankfurt II keine gute Figur gemacht. Heute, gegen den FSV Frankfurt II, soll alles besser werden. TV-Foto: Hans Krämer
Thomas Konrad (hier auf einem Archiv-Foto) hat wie seine Mitspieler in der Partie bei Eintracht Frankfurt II keine gute Figur gemacht. Heute, gegen den FSV Frankfurt II, soll alles besser werden. TV-Foto: Hans Krämer
Trier. Um deftige Worte ist Eintracht-Abwehrspieler Thomas Konrad vor dem heutigen Heimspiel gegen den FSV Frankfurt II (Moselstadion, 19 Uhr) nicht verlegen: "Wir sind alle ultra-heiß, um auszumerzen, was wir beim 1:6 bei Eintracht Frankfurt II verkackt haben." Stecken auch Taten dahinter? Gegen 20.45 Uhr, beim Abpfiff, herrscht Gewissheit. Mirko Blahak

Trier. Sein Spitzname aus früheren Tagen hat im Mannschaftskreis von Eintracht Trier noch nicht groß die Runde gemacht. Abwehrspieler Thomas Konrad gilt als "der Metzger". Verpasst hat ihm die Bezeichnung sein Ex-Trainer beim Karlsruher SC, weil er bei einem Pressschlag im Training mal einem Teamkollegen unabsichtlich den Fuß gebrochen hat.
Verletzen soll Konrad im heutigen Heimspiel der Eintracht gegen den FSV Frankfurt II natürlich niemanden. Aber ein bisschen der ihm innewohnenden Aggressivität könnte nicht schaden, um den Gegner in Schach zu halten. Beim 1:6-Debakel vor einer Woche bei Eintracht Frankfurt II war nichts zu spüren von Ehrgeiz. Weder bei Konrad noch bei seinen Mitspielern. "Wir haben in der Videoanalyse alles angesprochen. Der Trainer musste gar nicht so viel sagen. Jeder hat selbst gesehen, wie er gespielt hat", sagt Konrad. Viele kleine Fehler und Unzulänglichkeiten hätten sich summiert. Die Konsequenz war eine heftige Pleite. Konrad: "In der Art habe ich noch kein Spiel verloren. Das war Hardcore." Mit einem Eigentor zum 0:3 trug der 23-Jährige, der seit Sommer 2012 beim SVE spielt, zum bizarren Gesamtbild bei. "In der Jugend habe ich mal ins eigene Tor getroffen. Seitdem nicht mehr."
Der gebürtige Karlsruher spielte zu Beginn der Saison als Rechtsverteidiger, später rückte er in die Abwehrmitte. Auf die Position, die ihm vor allem behagt und auf der er Lob des Trainers erntet. Vor dem Start ins neue Jahr bei Eintracht Frankfurt II bezeichnete ihn Roland Seitz als gesetzt. Und nun? "Ich denke, dass der Trainer weiter auf mich bauen wird", sagt Konrad. Mal sehen. Seitz kündigt nach dem 1:6-Debakel Veränderungen an: "Da sind zu viele Dinge passiert. Wenn ich jetzt nichts ändere, würden die Spieler, die hintendran stehen, sagen: ,Dann können wir ja unsere Tasche packen und gehen.\'" Ein Tausch ist fix. Für den angeschlagenen Chhunly Pagenburg soll Winterneuzugang Marco Quotschalla auflaufen.
Der heutige Gegner FSV Frankfurt II zeigt aufsteigende Form. Am vergangenen Wochenende besiegte der Tabellen-15. zu Hause Hoffenheim II (2:1), zuvor gab es zwei Unentschieden gegen Kaiserslautern II (0:0) und Großaspach (1:1). Zwei Stützen der Hessen sind Kevin Wölk und Moses Lamidi. Das Duo trainierte im Sommer 2012 auch bei Eintracht Trier mit - zu Vertragsabschlüssen kam es nicht. Seitz: "Es ist kein Geheimnis, dass uns beide richtig gutgetan hätten. Leider haben sie sich damals anderweitig entschieden."Extra

Spielverschiebung: Nicht wie ursprünglich vorgesehen freitags, sondern erst am Samstag, 13. April, 14 Uhr, gastiert Eintracht Trier zum Spiel bei der Sportvereinigung Elversberg. Hintergrund für diese Spielverlegung ist das inzwischen für Mittwoch, 10. April, angesetzte Nachholspiel der Saarländer an der heimischen Kaiserlinde gegen Eintracht Frankfurt II. red