Die Trauben hängen hoch

Noch vor dem Jahreswechsel beginnt in der Fußball-Oberliga Südwest die Rückrunde. Dabei stehen beide Vertreter der Region vor schwierigen Aufgaben. Die zweite Mannschaft von Eintracht Trier trifft auf den vor der Saison als Titelaspirant gehandelten FK Pirmasens, die Salmrohrer Rumpftruppe ist bei den SF Köllerbach zu Gast.

Trier. SV Eintracht Trier 05 II - FK 03 Pirmasens (Sonntag, 14.30 Uhr, Moselstadion) Eine der großen Enttäuschungen im bisherigen Saisonverlauf ist zweifellos der FK Pirmasens. Die Pfälzer waren von allen Trainern der Liga bei ihrer Saisonprognose dem engsten Kreis der Titelaspiranten zugeordnet worden. Selbst FKP-Coach Michael Dusek hatte auf die Frage nach dem Saisonziel kurz und bündig mit "Meisterschaft" geantwortet.
Jetzt ist der Traditionsclub "nur" Fünfter und hat bei einem Spiel mehr als die Konkurrenz bereits acht Punkte Rückstand auf Homburg. Natürlich tritt die Dusek-Elf dennoch als Favorit in Trier an, obwohl Trainer Christian Mergens mit David Thieser und Christoph Anton zwei seiner stärksten Akteure wieder zur Verfügung hat. Zudem hat er bereits die Zusage erhalten, dass aus der ersten Mannschaft auch Michael Dingels und Olivier Mvondo abgestellt werden. Außerdem wird Mergens "zwei oder drei U-19-Spieler" nach oben ziehen. Wer das sein wird, hängt davon ab, ob noch weitere Akteure aus der Regionalliga zum Team stoßen werden.
SF Köllerbach - FSV Salmrohr (Samstag, 14.30 Uhr, Kunstrasenplatz) Die erhoffte Entspannung auf dem personellen Sektor beim FSV Salmrohr ist nur gering. Nach wie vor fallen viele Spieler aus, Torhüter Karl-Heinz Kieren, Torjäger Dino Toppmöller und Mittelfeldspieler Daniel Schraps wollen spielen, sind aber angeschlagen. Zu den vielen Ausfällen hat sich noch Markus Bauer dazu gesellt, dem zwei Weisheitszähne gezogen wurden, und Tim Köhler (Grippe) zählt auch dazu. Einziger Lichtblick: Sebastian Förg ist aus London zurück und wird von Beginn an spielen.
Höchste Aufmerksamkeit hat Davit Bakhtadze verdient, gemeinsam mit Dino Toppmöller der beste Torjäger der Liga. "Aber Köllerbach hat mehr zu bieten als den Georgier", sagt Trainer Robert Jung und nennt Peter Oswald, Dominik Groß, Nikolas Delahaye, Pascal Olivier und Daniel Magno. Entscheidend für Jung wird aber sein, ob Toppmöller, der dreimal in dieser Woche trainieren konnte, spielfähig ist. "Er verändert unser gesamtes Offensivspiel. Dabei ist er als Vorbereiter ebenso wichtig wie als Vollstrecker." wir

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