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Ein Dauerbrenner und ein Neuling wollen es wissen

Daniel Ischdonat.TV-Foto: Archiv
Daniel Ischdonat.TV-Foto: Archiv
Sandhausen/Braunschweig. Wer im DFB-Pokal Bayern München oder Borussia Dortmund als Gegner zugelost bekommt, darf von einem Traumlos sprechen. Für Ex-Eintracht-Torwart Daniel Ischdonat und den Eifeler Oliver Petersch geht der Traum in Erfüllung.

Sandhausen/Braunschweig. Knapp 14 Jahre ist es her. Am 28. Oktober 1997 schaltete Eintracht Trier im DFB-Pokal-Achtelfinale den amtierenden Champions-League-Sieger Borussia Dortmund aus. Damals im SVE-Tor: Daniel Ischdonat, zarte 21 Jahre alt. Heute steht "Ischi" immer noch zwischen den Pfosten. Als 35-Jähriger, beim Drittligisten SV Sandhausen. Dessen Gegner in der ersten DFB-Pokalrunde der Saison 2011/12 ist am heutigen Samstag (19.30 Uhr) ebenfalls Borussia Dortmund. Der aktuelle Deutsche Meister. "Die Situation ist vergleichbar. Trier war 1997 Außenseiter, das ist jetzt auch Sandhausen. Ich freue mich riesig auf das Spiel", sagt Dauerbrenner Ischdonat.
Die Euphorie vor dem Spiel gegen den BVB ist in der 14 500-Seelen-Gemeinde unweit von Heidelberg enorm. Dank Zusatztribünen wird das Hardtwald-Stadion rund 11 500 Plätze bieten. Fans können spezielle Pokal-Shirts und -Schals kaufen.
Mit den Tugenden, die der Eintracht vor knapp 14 Jahren gegen Dortmund zum Sieg verhalfen, will auch Sandhausen an einer Sensation schnuppern. "Wenn wir uns zu 100 Prozent wehren, können wir vielleicht eine Überraschung erreichen", sagt Ischdonat, dessen Vertrag in Sandhausen womöglich in Kürze verlängert wird.
Neben dem SVS steht auch Zweitliga-Tabellenführer Eintracht Braunschweig im Fokus. Die Niedersachsen empfangen am Montag, 20.30 Uhr, den FC Bayern München. "Die Partie zählt zu meinen bisherigen Karrierehöhepunkten", sagt Oliver Petersch. Der 22-jährige Außenbahnspieler aus Wolsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) ist im Sommer zum Aufsteiger gewechselt. "Wir wollen die Euphorie des starken Saisonstarts mit den Siegen gegen 1860 München und in Aachen mitnehmen. Es gibt keinen Grund, einen Gang zurückzuschalten. Wir wissen, dass wir uns die Erfolge hart erarbeiten müssen", sagt Petersch. Ob er gegen die Bayern, bei denen er vor allem Bastian Schweinsteiger als "herausragende Persönlichkeit" schätzt, zum Zuge kommt, ist nicht sicher. In den beiden ersten Zweitliga-Spielen wurde er lediglich eingewechselt. Petersch ist dennoch optimistisch: "In der Woche vor dem Saisonstart musste ich wegen einer Achillessehnenreizung ein paar Tage aussetzen. Ich glaube weiter an meine Chance." bl