Ein doppelter Verlust

Das Personalkarussell in der Jugendabteilung von Eintracht Trier dreht sich weiter. Nach Jugendkoordinator Reinhold Breu verabschiedet sich auch Fabio Fuhs. Der 22-Jährige läuft künftig für Neunkirchen auf.

(wir) Das vor drei Jahren sehr ambitioniert begonnene Jugendkonzept von Eintracht Trier hat einen weiteren Kratzer bekommen. Nachdem der hauptamtliche Jugendkoordinator Reinhold Breu seinen Abschied zum Saisonende verkündet hat, verlässt auch "Kronprinz" Fabio Fuhs die 05er. Mit sofortiger Wirkung — der 22-Jährige hat einen Auflösungsvertrag bei seinem bisherigen Verein unterschrieben. Laut Fuhs lief die Trennung von der Eintracht sauber und fair ab.

Es ist ein doppelter Verlust für die Eintracht. Mit dem Wechsel von Fuhs zu Borussia Neunkirchen verliert die Nachwuchsabteilung den möglichen Nachfolger von Breu. Und Oberligist Eintracht Trier II verliert seinen Kapitän. "Es tut richtig weh, nach neun Jahren zu gehen", sagt Fuhs. "Aber nach der Entwicklung, die jetzt in Gang gesetzt wurde, und wegen der ausbleibenden offiziellen Anerkennung als Nachwuchsleistungszentrum durch den Deutschen Fußball-Bund hat die Perspektive gefehlt."

Im Frühjahr wollte Fuhs den Trainer-A-Schein machen — eine Vorgabe des DFB, damit er wie geplant die zweite hauptamtliche Stelle im Leistungszentrum hätte übernehmen können (der TV berichtete). "Bei Viertligisten gibt es aber keine Übergangsregelung, wenn diese Ausbildung nicht vom Verein, sondern von der auszubildenden Person selbst beantragt wurde." Ein nochmaliger Antrag durch den Club wäre noch möglich gewesen. "Aber wegen des Umdenkens bei der perspektivischen Planung hätte das jetzt auch keinen Sinn mehr", sagt Fuhs.

Er geht jetzt zu Oberligist Neunkirchen, wo der Trierer Paul Linz das Zepter übernommen hat. "Die Konzeption dort gefällt mir", sagt Fuhs, der von einem weiteren Vorteil spricht: "Ich studiere in Saarbrücken Sport. Bis Neunkirchen ist es nur ein Katzensprung.

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