Eintracht genießt Heimrecht

Seit gestern steht fest, dass das diesjährige Finale im Fußball-Rheinlandpokal zwischen Regionalligist Eintracht Trier und Drittligist TuS Koblenz im Trierer Moselstadion ausgetragen wird. Die Partie wird eine Woche vorgezogen — angepfiffen wird sie am Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr.

Trier. Bei einem Ortstermin gestern Vormittag in Mayen wurde schnell klar, dass das Rheinlandpokal-Endspiel nicht wie vom Fußballverband (FVR) zuletzt favorisiert im dortigen Nettetal-Stadion stattfinden kann. Sicherheitsgründe gaben den Ausschlag. Ein rund 40-köpfiger Tross mit Vertretern der TuS Koblenz, von Eintracht Trier, der Polizeibehörden, des FVR sowie der Stadt Mayen hatte die Anlage unter die Lupe genommen. Auch die Alternative Bad Neuenahr (Apollinarisstadion) schied aus.
Deshalb wurde letztlich über einen möglichen Losentscheid diskutiert: Trier Moselstadion oder Koblenzer Stadion Oberwerth — der Endspielort als Glückssache. Ein profane Ursache verhinderte augenscheinlich dieses zweifelhafte Schauspiel. Zum laut Rahmenterminkalender vorgesehenen Endspiel-Termin am 1. Juni steht das Oberwerth-Stadion nicht zur Verfügung. Nach Aussage von TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos ist das Stadion wegen Arbeiten an den Wasserrohren ab dem 16. Mai erstmal gesperrt.
Somit war der Weg frei für einen Kompromiss: Gespielt wird im Trierer Moselstadion - das ist gedeckt durch die FVR-Spielordnung, in der kein neutraler Austragungsort für das Finale vorgeschrieben ist. Im "Gegenzug" hat der Verband den Termin um eine Woche auf den 25. Mai vorgezogen.
Damit kommt er der TuS Koblenz entgegen, die sich zuletzt darüber beklagt hatte, erst am 1. Juni spielen zu müssen. Zum einen, weil die Drittliga-Saison schon am 15. Mai endet. Zum anderen, weil die finanziell klamme TuS im Falle eines Erfolgs noch wichtige Einnahmen für das Lizenzierungsverfahren nachmelden könnte. Hintergrund: Mit dem Pokalsieg ist die Qualifikation für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde verbunden. Dort können die Clubs rund 150 000 Euro verbuchen.
"Wir können mit der Verbandsentscheidung leben, auch wenn sich unsere Begeisterung, in Trier zu spielen, in Grenzen hält", sagte Loos. Die Eintracht ist ebenfalls einverstanden, auch wenn das Finale nun bereits vor dem letzten Regionalliga-Spiel am 28. Mai in Verl stattfindet. "Im Moselstadion zu spielen, ist die einzig tragbare Lösung. Jetzt herrscht endlich Klarheit — und wir alle können uns auf das Finale vorbereiten und natürlich auch darauf freuen", sagte Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs.