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Eintracht II setzt Aufholjagd fort

Eintracht II setzt Aufholjagd fort

Eintracht Trier II ist nach dem Sieg über Dörbach endgültig auf den Meisterschafts-Zug aufgesprungen. Gleichzeitig reduzierte Salmrohr mit dem Erfolg über Lahnstein die Titelanwärter auf das Duo Bad Breisig und Trier.

Trier. (wir) SV Eintracht Trier 05 II - SV Dörbach 2:1 (1:1) Wie sollte es auch anders sein. Während die Gewinner hochzufrieden das Spielfeld verließen, waren die Verlierer sauer. Triers Trainer Reinhold Breu bezeichnete das Resultat als verdient, "auch wenn das späte 2:1 für Dörbach unglücklich war". Er hatte aber auch Verständnis für seinen Trainerkollegen Harry Koch: "An Harrys Stelle wäre ich auch geknickt, kurz vor dem Abpfiff den Punkt noch hergeben zu müssen." Für Koch kam der Schlusspfiff "verspätet", er bescheinigte seiner Elf "eine tolle kämpferische Vorstellung", die auch von viel Pech begleitet war. Schon in der ersten Halbzeit musste er verletzungsbedingt die halbe Viererkette ersetzen, nachdem Sebastian Spreier (Adduktorenzerrung) und Eric Wolff (Verdacht auf Muskelriss) das Feld verlassen mussten. Nach einem Trierer Abwehrfehler hatte Michael Blang die Salmtaler nach Vorarbeit von Mike Gaugler und Jason Born in Front gebracht. Erwin Bradasch hatte nach Foul von Torhüter Carsten Thiel an Sebastian Ting für den Ausgleich gesorgt. Im ersten Abschnitt hatten die 05er ein klares Chancenplus, Bradasch, Ting, Jan Brandscheid und Matondo Makiadi waren im Abschluss aber nicht zwingend genug. Kurz vor Ende der Nachspielzeit zappelte das Leder dann doch noch im Netz. Einen Freistoß von Bradasch beförderte Pascal Orth per Kopf zum Siegtreffer des Tabellenzweiten über die Torlinie.

SV Eintracht Trier 05 II: Alexov - Orth, Mohsmann, Kühne, Mohsmann - Ting, Krempchen, Bradasch, Bidon - Brandscheid (60. Eckstein), Makiadi (82. X. Alsina-Fonts)
SV Dörbach: Thiel - Göpel, Krebs, Spreier (21. Thies), Wolff (38. Klaes) - J. Hilgers (85. Loos), Schröder, Gaugler, Born - Diederichs, Blang
Tore: 0:1 (17.) Blang, 1:1 (23.) Bradasch (Foulelfmeter), 2:1 (90.+2) Orth - SR: Nicolay (Cochem) - ZS: 250

FSV Salmrohr - SG Eintracht Lahnstein 2:1 (2:0) Beim hochverdienten Sieg des FSV im Duell der Tabellennachbarn sah Trainer Robert Jung bei seiner Elf "eine weitere Steigerung gegenüber der Partie in Mülheim". Wie harmlos die Gäste waren, wird durch drei Fakten dokumentiert: Salmrohrs Schlussmann Karl-Heinz Kieren hatte keinen einzigen Ball zu halten. Sein Gegenüber Markus Dehe war der mit Abstand beste Akteur seiner Elf. Und drittens: Den Lahnsteiner Treffer besorgte der Salmrohrer Philipp Mies. Unfreiwillig und unglücklich wurde er im Gewühl von einer Lahnsteiner Hereingabe am Standbein erwischt, von wo der Ball über die Linie trudelte. Einziges Manko für Jung war die Chancenverwertung. Den Höhepunkt erreichten die teils turbulenten Szenen im Lahnsteiner Strafraum in der 79. Minute, als ein Schuss von Michael Mayer-Nosbüsch per Vollspann vom Lattenkreuz abprallte und zunächst er selbst, dann Tobias Baier und Philipp Mies innerhalb von Sekunden mit ihren Nachschüssen scheiterten. Die Führung hatte Andreas Hesslein nach einer zur kurz abgewehrten Ecke aus 16 Metern erzielt, der zweite Treffer gelang Mayer-Nosbüsch volley nach einer Flanke von Daniel Sorge.

FSV Salmrohr: Kieren - Mies, Hohns, Meschak, Palm - Köhler (77. C. Adams), Schraps, Hesslein, Sorge - Baier (90. Görres), Mayer-Nosbüsch (88. Hajdari)
Tore: 1:0 (32.) Hesslein, 2:0 (45.) Mayer-Nosbüsch, 2:1 (53.) Mies (Eigentor Salmrohr)
SR: Condne (Gillenfeld) - ZS: 100

Lage der Liga: Farce statt Fairness
Innerhalb von nur drei (Rumpf-)Spieltagen nach der Winterpause ist der scheinbar komfortable Vorsprung von Bad Breisig auf den schärfsten Verfolger auf einen einzigen Punkt geschrumpft. Und im Tabellenkeller hat sich Dörbach trotz der Niederlage in Trier eindrucksvoll zurückgemeldet. Das ändert aber nichts daran, dass es jeden Fußballfan gruseln muss, wenn er sich die Tabelle anschaut. Und dann an die Folgen dieser ersten Spieltage im neuen Jahr denkt. An allen drei Terminen fielen mehr Spiele aus als stattfanden. Um es klipp und klar zu sagen: Das ist Wettbewerbsverzerrung. Denn wenn die Mehrzahl der Partien der Witterung zum Opfer fällt, dann kann es im Sinne der Fairness nur eine sinnvolle Entscheidung geben: Der komplette Spieltag muss abgesagt werden. Im Tabellenkeller hat Dörbach das komplette Programm absolviert, die meisten Konkurrenten sind drei Spiele im Rückstand. Sie werden drei englische Wochen mehr haben als die Salmtaler. Fair ist das nicht.