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Eintracht macht Nägel mit Köpfen

Eintracht macht Nägel mit Köpfen

Eintracht Trier reagiert auf den längerfristigen Ausfall von Torwart André Poggenborg. Gestern nahm der Regionalligist Andreas Lengsfeld (24) unter Vertrag. Das erste Testspiel gewann Trier mit 2:0 bei Darmstadt 98.

Trier/Darmstadt. (bl) Der Plan war geschmiedet: Neben André Poggenborg sollte ein junger, lernwilliger Torwart verpflichtet werden, der zwar Druck macht, aber keine allzu forschen Ansprüche stellt. Nun fällt Poggenborg nach Einschätzung der medizinischen Abteilung rund sechs Wochen aus (Fraktur des Großzeh-Endgelenks, der TV berichtete). Eintracht Trier geriet unter Handlungsdruck. Das Ergebnis: Gestern wurde der 24-jährige Schlussmann Andreas Lengsfeld für ein Jahr verpflichtet.

Der Regensburger wechselt vom Süd-Regionalligisten SpVgg. Weiden an die Mosel. Bei den Oberpfälzern hat er trotz laufenden Vertrags die Freigabe für einen neuen Club erhalten. Lengsfeld soll bereits am heutigen Samstag im Testspiel beim SV Krettnach (15 Uhr, Konz-Niedermennig) auflaufen.

Beim SSV Jahn Regensburg bestritt er in der Saison 2007/08 33 Partien in der Regionalliga (damals dritthöchste Spielklasse). Er wechselte zum Erstligisten VfL Bochum, kam dort aber nicht zum Zug. Es folgten ein halbes Jahr Vereinslosigkeit und zuletzt ein halbes Jahr Weiden.

"Ich hatte ihn schon vor dem Wechsel von André Poggenborg zu uns auf der Liste", sagte Eintracht-Trainer Roland Seitz gestern auf TV-Anfrage. Leidtragender ist Probespieler Sebastien Flauss, der Seitz im Training sowie im Test bei Darmstadt 98 (2:0, Tore: Thomas Kraus, 81., 89.) durchaus zufriedenstellte. Er wird nicht verpflichtet, Triers Nachwuchskraft Nicolas Bach (19) ist bis auf Weiteres die Nummer zwei.

Laut Eintracht-Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs bleibt trotz des Wechsels von Lengsfeld noch Geld übrig, um — wie von Seitz gewünscht — zwei weitere neue Spieler verpflichten zu können: "Am Budget für einen Innenverteidiger und einen Stürmer müssen zwar Einschränkungen vorgenommen werden, aber in einem vertretbaren Rahmen."