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Eintracht Trier: Bereit für einen heißen Tanz

Eintracht Trier: Bereit für einen heißen Tanz

Nächstes Topspiel für Eintracht Trier: Heute Abend (19 Uhr) gastiert der Regionalligist bei Preußen Münster. Ein reizvolles Duell gegen einen angeschlagenen Boxer. Wegen starker Regenfälle entscheidet sich jedoch erst heute, ob gespielt werden kann.

Trier. (bl) Eintracht Trier hatte einen schwarzen Tag erwischt. Damals, vor gut zehn Monaten. Mit 0:4 gingen die Moselaner bei Preußen Münster baden, bereits zur Halbzeit (0:3) war eine Vorentscheidung gefallen. "Das sollte uns nicht noch einmal passieren. Münster wird wieder versuchen, ein Feuerwerk abzubrennen. Es ist wichtig, kein frühes Gegentor zu kassieren", sagt Abwehrspieler Michael Dingels.

Der 24-Jährige soll nach dem Ausfall von Torge Hollmann in die Innenverteidigung rücken, Rechtsverteidiger Cataldo Cozza steht damit vor seinem Debüt. "Wenn wir mit einem Punkt zurückkämen, wäre das okay", sagt Dingels. Ähnliche Ziele verfolgt Trainer Roland Seitz: "Wir wollen etwas Zählbares mitnehmen. Schulterklopfen alleine hilft uns nicht weiter." Gegen Nürnberg im Pokal (0:2) und Wuppertal in der Regionalliga (2:4) zeigte Trier ansprechende Leistungen, ging aber als Verlierer vom Platz.

Preußen Münster steht nach nur einem Punkt aus zwei Partien bereits mächtig unter Druck. Das Team will aufsteigen, vergeigte aber das erste Saison-Heimspiel gegen Düsseldorf II (0:1). Grund genug für Trainer Marc Fascher, einen Neustart auszurufen. Der Kampf um alle Plätze in der Startelf habe wieder bei Null begonnen. Zwei Positionen müssen ohnehin neu besetzt werden. Rechtsaußen Julian Loose ist am Knie verletzt, Sercan Güvenisik ist nach seiner Roten Karte im Düsseldorf-Spiel (Tätlichkeit) für drei Partien gesperrt worden.

Gestern Mittag hat sich die Eintracht auf den Weg nach Münster gemacht, das Team nächtigt im Parkhotel Hohenfeld. Hoffentlich nicht umsonst. Wegen starker Regenfälle gestern und den für heute prognostizierten Niederschlägen ist die Partie gefährdet. Laut Preußen Münster soll eine Platzkommission heute Vormittag über die Bespielbarkeit des Rasens entscheiden (volksfreund.de informiert aktuell über das Ergebnis).

Mit nach Münster gefahren ist Schlussmann André Poggenborg, der heute Abend auf der Bank sitzen und morgen im Spiel der zweiten Eintracht-Mannschaft gegen Saarbrücken II das Tor hüten soll. "Ich habe keine Pro bleme mehr mit dem Fuß", sagt Poggenborg, der seine Mitspieler auf eine hitzige Atmosphäre in Münster einstellt. "Ich kenne das Umfeld, ich kenne die Fans. Der Preußen-Mannschaft bläst bereits am dritten Spieltag ein starker Gegenwind ins Gesicht."

Extra

Riedl soll kommen: Der ehemalige Bundesliga-Profi Thomas Riedl (34, seit Montag im Eintracht-Training, der TV berichtete) steht vor einem Wechsel nach Trier, ein Vertrag ist laut Clubführung jedoch noch nicht unterschrieben. "Heute wird Thomas' Vater beerdigt. Es ist logisch, dass er da andere Dinge im Kopf hat", sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi gestern zum TV. Gleichwohl gab er preis: "Wir sind uns soweit handelseinig." Dank einer externen Finanzierung sollen der Eintracht mit der Verpflichtung des zuletzt vereinslosen Defensiv-Allrounders keine großen Kosten entstehen - ähnlich wie bei Cataldo Cozza. Trainer Roland Seitz sagt: "Ich bin dankbar für jeden, der uns weiterhilft." Ob Teststürmer Lukas Mössner (26) noch ein Kandidat ist, bleibt offen. Seitz: "Vielleicht kann er uns weiterhelfen. Ich möchte nach dem Wochenende die Gespräche nochmals aufnehmen." (bl)