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"Eintracht Trier trifft keine Schuld!"

"Eintracht Trier trifft keine Schuld!"

Eintracht Trier und seine Torhüter: Nachdem in der vergangenen Saison die Frage nach der Nummer eins immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt hat, ist nun unklar, wer künftig die Nummer zwei hinter dem als Stammkraft vorgesehenen Neuzugang André Poggenborg sein wird.

Trier. (bl) Alle waren baff: Assen Alexov (23) war vor einer Woche nicht zum Trainingsauftakt der Eintracht erschienen. Seitdem ist er auf Tauchstation. Dennoch kristallisiert sich heraus: Alexov will nicht mehr für Trier spielen. Nach TV-Informationen sah er nach der Verpflichtung von Lottes André Poggenborg offenbar sportlich keine Perspektive mehr. Und so richtig Lust auf eine Ausbildung neben dem Fußball scheint er auch nicht zu haben. Hintergrund: Die Eintracht hat sich um einen Ausbildungsplatz für Alexov bemüht — unter dieser Maßgabe habe er nach Auskunft von Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs auch einen für die nächste Saison gültigen Vertrag gehabt.

Unglücklich wirkt Alexovs Berater Christian Omlor, doch öffentlich diskreditieren will er seinen Schützling nicht. "Assen hat das Angebot der Eintracht nicht annehmen wollen", sagt er diplomatisch. Gleichzeitig betont er: "Eintracht Trier trifft keine Schuld!" Wer wird nun der zweite Torwart neben Poggenborg? Laut Eintracht-Torwarttrainer Sascha Purket soll der 20-jährige Franzose Sebastien Flauss (SV Elversberg II) auch in den nächsten Tagen noch im Probetraining sein.

Und was machen die ehemaligen Eintracht-Torhüter Ulli Schneider und Kenneth Kronholm? Schneider sucht als studierter Diplom-Kaufmann (Schwerpunkt Personalführung) einen Job. Wo, weiß er nach eigener Aussage noch nicht. "Aber ich schaue gespannt in die Zukunft", sagt der 28-Jährige.

Kronholm gibt sich etwas angesäuert. Er beklagt eine zu große Hinhaltetaktik der Eintracht. Dem widerspricht Jacobs. Nun sei er auf der Suche nach einem neuen Verein, sagt Kronholm. Es gäbe eine "gute Anfrage" eines Nord-Regionalligisten. Auch ein späterer Wechsel in die USA sei noch nicht vom Tisch.

Testspieler: Wieder abgereist sind die Offensivspieler Salvatore Gambino und Ufuk Gencer — laut Trainer Roland Seitz ist keine Verpflichtung geplant.

Tickets: Ab heute können in der Eintracht-Geschäftsstelle (Am Stadion 1) bestellte Jahreskarten abgeholt werden. Gleichzeitig startet dort der Vorverkauf für das DFB-Pokal-Spiel gegen Bundesligist 1. FC Nürnberg (15. August, 16 Uhr) — zunächst aber nur für Jahreskarteninhaber und Mitglieder, die ein Vorkaufsrecht genießen. Der freie Verkauf beginnt am 14. Juli.