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Eintracht: Verständnis und Enttäuschung bei den Ex-Akteuren

Trier. (bl) Markus Anfang ist im Stress. Die Prüfungs-Zeit hat begonnen — der 35-Jährige hofft, am Ende des Monats die Trainer-A-Lizenz in der Tasche zu haben. Der Ex-Profi ist einer von vier Spielern, die vom neuen Eintracht-Trainer Reinhold Breu am 22. Februar den Laufpass bekommen hatten.

"Ich habe Verständnis dafür, dass er die Truppe verjüngen will", sagt Anfang, der ohnehin weiter an seiner Trainer-Karriere basteln wollte.

Auch Aydin Ay überlegt, schon in Kürze verstärkt an einer zweiten berufliche Karriere zu arbeiten: "Eventuell schließe ich mein begonnenes Sportstudium ab." Daneben will der 27-Jährige weiter Fußball spielen - womöglich in der Oberliga. Er bricht derzeit seine Zelte in Trier ab. Bislang hatten Florian Bauer (wechselte in der Winterpause erst nach Zweibrücken und dann nach Wattenheim), Assen Alexov und er gemeinsam eine Wohnung gemietet. Diese hat das Trio laut Ay nun zum 1. April gekündigt.

Christopher Reinhard (24), neben Tayfun Pektürk (21, zuletzt Trainingsgast bei Greuther Fürth) der vierte Spieler im Bunde, lebt mit seiner Frau wieder in seiner Heimatstadt Offenbach: "Natürlich habe ich mir meine Zeit in Trier anders vorgestellt. Aber ich sehe in der kurzen Episode auch eine Chance." Ein Club (welcher, sagt er nicht) sei an ihm interessiert, vielleicht könne er sich dort auch schon in Kürze fithalten.

Noch immer richtig enttäuscht von seiner Beurlaubung ist der ehemalige Torwart-Trainer Sascha Purket (40), der ebenso wie Co-Trainer Thomas Richter (42) vorzeitig gehen musste: "Ich frage mich, was ich mir vorzuwerfen habe. Das kann mir keiner sagen. Ein Torwart-Trainer wird eigentlich nirgends so schnell entlassen. Meine Mission in Trier war noch nicht zu Ende."