Enge Angelegenheit

Die Resultate der vergangenen Wochen haben aus der Rheinlandliga eine Drei-Klassen-Gesellschaft gemacht. Ein Quartett mit Titelchancen, fünf Vereine im Niemandsland und die Hälfte der Liga in Abstiegsgefahr.

Trier. (wir) Die Zuschauer der Fußball-Rheinlandliga können sich freuen, denn Spiele, in denen es um nichts geht, kommen im Rest der Saison so gut wie nicht mehr vor. Die SG Badem/Kyllburg/Gindorf wird gegen den FSV Salmrohr ihre Kampfkraft in die Waagschale werfen. "Wir sind auf einen Gegner vorbereitet, der nie aufgibt", sagt Salmrohrs Trainer Robert Jung. SG-Coach Wolfgang Neumann übt sich in Understatement: "Wir sind Außenseiter." Neumann bangt um den Einsatz von Christian Esch (Platzwunde), Robert Jung meldet "alle Mann an Bord".

Dörbachs Trainer Harry Koch erwartet von seiner Elf nach der schwachen Vorstellung in Wirges "gegen Lahnstein ein anderes Auftreten". Bei einer Handvoll Spieler der Salmtal-Elf ist der Einsatz ungewiss. Punkten muss die SG Udler. Nach der Heimpleite gegen Schlusslicht Malberg haben die Trainer Jörg Stölben und Uwe Schüller mit ihren Schützlingen Klartext geredet. Stölben: "Ich hoffe, dass jeder verstanden hat, in welcher Lage wir sind." In Engers sind die Eifeler Außenseiter, werden aber alles tun, um nicht mit leeren Händen heimzukommen. Ausgerechnet jetzt fällt Torwart Andreas Sicken aus, der Einsatz von Alexander Klas und Markus Bauer ist fraglich. Die SG Zell/Bullay-Alf ist in diesem Jahr noch ungeschlagen und will die Siegesserie auch in Malberg fortsetzen. Trainer Jörg Bach: "Wenn wir dort noch einen Dreier holen, können wir endgültig nur noch nach oben schauen."

Der SV Mehring kann den gefährdeten Teams aus der Region mit einem Sieg über Karbach Schützenhilfe leisten. Mit derselben Einstellung wie in Neitersen ist den Moselaner auch ein Sieg zuzutrauen, auch wenn Trainer Rudi Thömmes nur ein Rumpfkader zur Verfügung steht. Anders als beim Spitzenspiel in Bad Breisig kann Eintracht-Trainer Reinhold Breu gegen Neitersen aus dem Vollen schöpfen. Mit den Wiedtalern erwarten die 05er einen Gegner, der sicher "Beton anrühren" wird, um von der Mosel etwas mitzubringen. "Wir werden von Beginn an Druck machen, aber auch geduldig sein müssen", so Breu, "dann bin ich mir sicher, dass wir unsere Pflichtaufgabe lösen."