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Fritz Fuchs macht Schluss – So plant Trainer Seitz

FOTO: Manuel Kölker
Trier. Was sich in den vergangenen Wochen angedeutet hat, ist seit Donnerstagabend nun auch Fakt. Fritz Fuchs, sportlicher Leiter des wohl nicht mehr vor dem Abstieg zu rettenden Regionalligisten Eintracht Trier, beendet zum 30. Juni seine Tätigkeit an der Mosel.

(bl) „Ich habe das nach der Partie in Mannheim Vorstandsmitglied Harry Thiele und Trainer Roland Seitz mitgeteilt. Ich hatte mit dem Vorstand eine mündliche Vereinbarung bis Sommer. Dann ist Schluss. In der Oberliga kann der Trainer meinen Posten mit übernehmen. Seitz ist der gleichen Meinung wie ich“, sagte Fuchs am Freitag auf Anfrage von volksfreund.de.

Die Eintracht hatte am Donnerstagabend mit 0:1 bei Waldhof Mannheim verloren. Damit dürfte der Oberliga-Abstieg – auch wenn er rechnerisch noch nicht besiegelt ist – endgültig feststehen.

Deshalb werden nun die Planungen für die neue Saison offensiv angegangen. Bis Ende Juni will Seitz in Zusammenarbeit mit Fuchs am neuen Eintracht-Kader basteln. Der Trainer hat dabei bereits klare Vorstellungen. Aus dem aktuellen Kader will er in Kürze mit sieben Spielern der jungen Garde (Thomas Kempny, Johannes Kühne, Michael Dingels, Fabio Fuhs, Tim Eckstein, Max Bachl-Staudinger, Matondo Makiadi) sowie zwei,drei erfahrenen Spielern (diese Namen gibt er nicht preis) über ein Bleiben bei der Eintracht sprechen. Bis Ende Mai – also vor dem Rheinlandpokal-Finale gegen die Spvgg. Burgbrohl am 2. Juni - will er Gewissheit haben, wer bleibt. Und wer nicht.

Im Juni dann sollen drei bis vier erfahrene sowie drei bis vier junge hungrige Spieler von anderen Clubs zur Eintracht gelockt werden. Seitz hat bereits Spieler im Blick, zudem wird Fuchs dem Trainer sagen, wen er die Saison über beobachtet hat und für gut befindet. Ob die bereits sehr eng mit Trier in Verbindung gebrachten Dibran Thaqi (zuletzt FSV Salmrohr) und Steffen Litzel (SC Hauenstein) kommen, hängt auch vom Votum des Trainers ab.

Seitz will bis zum Trainingsauftakt Ende Juni insgesamt 17 oder 18 Spieler im Kader zur Verfügung haben. Und was macht Fuchs? „Ich bin weiter heiß – auf ehrlichen Fußball“, betont er vielsagend. Zuletzt stimmte die Chemie zwischen ihm und Teilen der Eintracht-Clubspitze sichtbar nicht mehr. Fuchs ist ab Sommer nach eigener Aussage zu vielen Seiten hin offen. Wie einst Nachwuchsförderung in Portugal. Oder ein Engagement im deutschen Profifußball. Fuchs könnte sich beides vorstellen.

Fuchs ist davon überzeugt, dass die Eintracht die Kurve bekommt. „Der Betriebsunfall kann repariert werden. Der 1. FC Saarbrücken hat es vorgemacht.“ Die Saarländer hatten 2008 die Qualifikation zur neuen dreigeteilten Regionalliga verpasst. Im Jahr darauf wurden sie souverän Oberliga-Meister. Nun steht der Club vor dem Aufstieg in die dritte Liga.