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Fußball-Pokal: Eintracht Trier gibt sich beim 6:0-Erfolg in Konz keine Blöße

Fußball-Pokal: Eintracht Trier gibt sich beim 6:0-Erfolg in Konz keine Blöße

Fußball-Regionalligist Eintracht Trier hat die Pflichtaufgabe erfüllt. Mit einem 6:0-Sieg beim Bezirksligisten SV Konz hat der Favorit am Donnerstagnachmittag das Achtelfinale des Rheinlandpokals erreicht. Drei Treffer fielen allerdings erst binnen der letzten neun Minuten.

Bei Dauerregen hatten beide Mannschaften zunächst Probleme mit dem nassen Rasen. Viel Hektik und einige Ballverluste prägten das Geschehen. Die erste Duftmarke hinterließ die Eintracht bei einem Freistoß. Der von Alon Abelski aus 25 Metern aufs Tor gebrachte Ball touchierte die Querlatte (7.).

Nach 22 Minuten durften die Gäste vor 700 Zuschauern im Konzer Saar-Mosel-Stadion erstmals jubeln. Abelski schickte Narciso Lubasa steil, der 23-Jährige gewann das Laufduell mit Alexander Becker und traf ins kurze Eck - durch die Beine des Konzer Torwarts Christian Leibrock (22.).

Während ein Treffer von Burak Sözen nach einer halben Stunde wegen Abseits keine Anerkennung fand, erhöhte Michael Dingels vier Minuten vor der Pause auf 2:0 für den Regionalligisten. Der aufgerückte Rechtsverteidiger traf nach einem Eckball von Fahrudin Kuduzovic per Fuß (41.).

Die Gastgeber verzeichneten vor dem Seitenwechsel eine gute Möglichkeit. Stefan Becker ließ einen Freistoß schön durch zu Matthias Götze, der den Ball ans Außennetz drosch (31.).

Auch in der zweiten Halbzeit wurde ein Trierer Treffer (von Kuduzovic) wegen Abseits abgepfiffen (49.). Trier beherrschte die Partie, erspielte sich aber lange Zeit nicht viele Chancen. Dennoch gelang das 3:0 - weil Leibrock einen Freistoß des zur Pause eingewechselten Steven Kröner nach vorne abprallen ließ und Mario Klinger das Geschenk aus fünf Metern annahm (75.).

In der Endphase schwanden beim SV Konz mehr und mehr die Kräfte - und Trier gestaltete das Endergebnis standesgemäß. Kuduzovic (abgefälschter Schuss, 81.), Erik Michels (Schuss ins lange Eck, 85.) und Sözen (Abstauber nach Kröner-Vorlage, 89.) ließen die Treffer vier, fünf und sechs folgen.

Die wackeren Konzer hätten einen Treffer verdient gehabt, doch Peter Maasem vergab nach 72 Minuten die dicke Chance zum Anschlusstreffer. Nachdem er Klinger versetzt hatte, war er im Abschluss zu hektisch - der Ball ging neben den Pfosten.

Eintracht-Trainer Roland Seitz hatte seine Mannschaft auf mehreren Positionen umgestellt. Im Vergleich zum jüngsten Regionalliga-Spiel in Großaspach blieben Torwart Stephan Loboué sowie die Feldspieler Kröner, Fabian Zittlau, Maximilian Watzka und Thomas Konrad (zunächst) auf der Bank. Gar nicht im Kader standen Chhunly Pagenburg und Steven Lewerenz (muskuläre Probleme). Stattdessen rückten Andreas Lengsfeld, Dingels, Klinger, Torge Hollmann, Lubasa, Sözen und Markus Fuchs in die Anfangsformation.

Im Achtelfinale tritt der SVE nun beim Bezirksligisten SV Krettnach an.

Stimmen zum Spiel


Roland Seitz, Trainer Eintracht Trier: "Ich bin zufrieden, dass wir unseren Job gemacht haben. Der Boden war rutschig, es waren schwierige Bedingungen. Das Spiel war okay. Ich hätte mir gewünscht, dass wir vielleicht 15 Minuten früher das dritte Tor machen. Ansonsten haben es die Jungs gut gemacht. Sie haben sich kein Bein ausgerissen, aber die Partie ohne Probleme zu Ende gespielt. Markus Fuchs habe ich zur Halbzeit ausgewechselt, weil ich nicht zufrieden mit ihm war. Das war mir zu wenig."

Patrick Zöllner, Trainer SV Konz: "Es ist ein bisschen schade, dass wir die Vorgaben nicht ganz eingehalten haben. Wir wollten ein Tor machen und hatten auch zwei gute Gelegenheiten - je eine pro Halbzeit. Die Eintracht hat den Ball gut laufen lassen und mit Alon Abelski einen überragenden Kicker in ihren Reihen."

Fouad Brighache, Kapitän Eintracht Trier: "Es war eine Pflichtaufgabe. Die haben wir erfüllt. Für uns heißt es jetzt: Mund abputzen und weiter geht's."

Peter Maasem, Kapitän SV Konz: "Wir haben vielleicht ein, zwei Tore zuviel kassiert. Im Großen und Ganzen war das von unserer Seite in Ordnung. Am Schluss waren wir müde. Das hat sich bemerkbar gemacht."
Statistik


SV Konz: Leibrock - Schneider, Wrobel, Becker A., Witzenrath - Weis (79. Junge), Maasem - Götze, Sommer (46. Herresthal), Kupper-Stöß - Becker S. (64. Bobinets)

Eintracht Trier: Lengsfeld - Dingels, Klinger, Hollmann, Brighache - Lubasa, di Gregorio (46. Kröner), Abelski (77. Spang), Kuduzovic - Fuchs (46. Michels), Sözen

Tore: 0:1 Lubasa (22.), 0:2 Dingels (41.), 0:3 Klinger (75.), 0:4 Kuduzovic (81.), 0:5 Michels (85.), 0:6 Sözen (89.)

Schiedsrichter: Michael Müller (Wellen)

Zuschauer: 700