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Fußball-Regionalliga: Dritter Sieg in Folge - Trier schlägt Dortmund II mit 2:0

Fußball-Regionalliga: Dritter Sieg in Folge - Trier schlägt Dortmund II mit 2:0

Dank Doppel-Torschütze Lukas Mössner hat sich Eintracht Trier in der Regionalliga West auf Platz zwei vorgeschoben. Der Österreicher sorgte mit seinen Treffern für den 2:0-Erfolg am Samstagnachmittag gegen Borussia Dortmund II.

(bl) Eintracht-Trainer Roland Seitz brachte die Partie auf einen kurzen Nenner: "Der Gegner hat gezeigt, wie man Fußball spielt. Wir haben gezeigt, wie man Tore schießt."

Wie beim 3:1-Erfolg in Wuppertal gelang Trier ein Blitzstart. Diesmal zeigte die Uhr lediglich 27 Sekunden Spielzeit an, als die Gastgeber das 1:0 vorlegten. Alban Meha schickte Lukas Mössner mit einem gut getimten Pass auf die Reise. Vor dem Tor blieb der Österreicher abgebrüht. Er umkurvte Schlussmann Johannes Focher und schob zur Führung ein.

Ein Klasse-Auftakt. So elanvoll ging es jedoch nicht weiter. Trier drängte nicht auf ein zweites Tor. Die Schwarz-Gelben erlangten mehr Spielanteile. Die Eintracht bot die Räume an, weil Fahrudin Kuduzovic und vor allem Stefan Kohler keinen guten Tag erwischten. Die Gäste waren ballsicher, in den Strafraum der Hausherren drangen sie jedoch selten ein. "Unsere Spieleröffnung war gut. Ebenso unsere Ballzirkulation - leider jedoch in einem Bereich, wo es nicht gefährlich war", sagte BVB-Trainer Hannes Wolf.

In der 34. Minute aber musste Triers Torwart André Poggenborg seine Klasse unter Beweis stellen, um den Ausgleich zu verhindern. Mit tollem Reflex entschärfte er einen abgefälschten Schuss von Damien Le Tallec.

Schon in der 36. Minute wechselte die Eintracht zum ersten Mal. Jeremy Karikari verließ gelb-rot-gefährdet das Spielfeld, für ihn schickte Eintracht-Trainer Roland Seitz Thomas Kempny rechts in die Abwehr. Nach 16 Minuten war der Winterneuzugang nach einem Foul verwarnt worden, danach leistete er sich ein Handspiel sowie ein weiteres Foul. "Er war auch nicht so in den Zweikämpfen, wie ich mir das gewünscht habe", nannte Seitz einen weiteren Grund für seine Entscheidung.

Karikari war seinerseits erst kurzfristig in die Startelf gerutscht, da Cataldo Cozza nach dem Aufwärmen wegen einer Erkältung endgültig den Daumen senken musste. Dank der Personalrochaden schaffte es Max Bachl-Staudinger nachträglich zuerst auf die Ersatzbank und in der Schlussviertelstunde aufs Feld. Ursprünglich hätte er erneut nicht im 18-Mann-Kader gestanden.

Auf der linken Abwehrseite erhielt wie erwartet die Jugend vor der Erfahrung den Vorzug. Fabian Zittlau stand in der Startformation, Thomas Drescher musste trotz abgeklungener Oberschenkel-Probleme auf der Bank Platz nehmen. Seitz: "Thomas hat zuletzt fast nie trainiert. Er ist einfach noch nicht so weit, auch wenn er zuletzt im Rheinlandpokal gespielt hat. Zudem hat Fabian in den letzten Wochen seine Sache gut gemacht."

Kurz nach seiner Einwechslung war Kempny gleich an einer guten Offensivaktion des SVE beteiligt. Seine Hereingabe von der rechten Seite erreichte Meha - dessen Schuss blockte Lasse Sobiech noch vor der Torlinie (39.). Mössner bewies bei einem raffinierten Schlenzer drei Minuten später Gefühl im Fuß - der Ball senkte sich aber übers Tor ins Aus.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit übernahm wieder Dortmund das Kommando. Trier verlor in den eigenen Reihen zu schnell den Ball. Nach einer Flanke von Tim Treude setzte Le Tallec zum Fallrückzieher an - Poggenborg klärte zur Ecke (54.).

Die Eintracht lief Gefahr, zu lethargisch zu werden und damit die Partie aus den Händen zu geben. Erneut Mössner sorgte für den nötigen Weckruf. Er traf nach gut einer Stunde zum 2:0. Nach einer Ballstafette über Kuduzovic und Zittlau hätte eigentlich schon Ahmet Kulabas treffen müssen. An seinen Schuss aus 14 Metern bekam Focher noch eine Hand, doch den in Richtung Torlinie trudelnden Ball spitzelte Mössner gedankenschnell ins Tor (61.).

Jetzt ergaben sich Chancen, dass Ergebnis noch höher zu schrauben. Auch weil Dortmund die Kräfte schwanden. Focher parierte glänzend bei einem Schuss von Meha (67.), eine Minute später setzte Kuduzovic den Ball übers Gehäuse. In der Nachspielzeit hatte der Bosnier eine weitere große Gelegenheit. Seitz atmete nach dem dritten Sieg in Folge auf: "Bis zum Strafraum hat uns der Gegner heute vor große Probleme gestellt. Unterm Strich bin ich sehr glücklich über den Erfolg. Meine Mannschaft wollte ohne Gegentor bleiben, es war ein Sieg des Willens."

Statistik

Eintracht Trier: Poggenborg - Karikari (36. Kempny), Cinar, Hollmann, Zittlau - Kraus (82. Mvondo), Kohler, Kuduzovic, Meha - Mössner, Kulabas (75. Bachl-Staudinger)

Borussia Dortmund II: Focher - Selmani, Sobiech, Hornschuh, Kandziora (73. Neumeister) - Hasanbegovic, Eggert - Stiepermann (70. Klopp), Bakalorz, Treude (63. Boztepe) - Le Tallec

Tore: 1:0 Mössner (1.), 2:0 Mössner (61.)

Zuschauer: 2159

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck