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Fußball-Regionalliga: Eintracht Trier erkämpft sich 1:0-Erfolg gegen Mannheim

Triers Marco Quotschalla (Mitte) wird von Steffen Kochendörfer (links) und Jure Colak (rechts) beschattet.
Triers Marco Quotschalla (Mitte) wird von Steffen Kochendörfer (links) und Jure Colak (rechts) beschattet. FOTO: Sebastian Schwarz
Trier. Es geht also doch noch: Eintracht Trier hat sein Heimspiel am Mittwochabend gegen Waldhof Mannheim mit 1:0 gewonnen. Steven Kröner erlöste den SVE-Anhang mit seinem ersten Saisontreffer. Mirko Blahak

Im Vollsprint lief er Richtung Haupttribüne und zeichnete mit seinen Händen ein imaginäres Herz in die Luft, das Freundin Karen galt. Emotionsgeladen feierte Steven Kröner sein Tor zum 1:0 nach einer Stunde. Per direktem Freistoß war der 23-Jährige erfolgreich. Mit seinem ersten Saisontor ebnete er Triers ersten Heimsieg seit 24. November 2012.

In der Eintracht-Aufstellung gab es zwei Überraschungen: Andreas Lengsfeld hütete das Tor - Stephan Loboue hat sich laut Vereinsangaben im Abschlusstraining eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Daneben lief Michael Dingels, dessen Vertragsverlängerung einen Tag zuvor publik gemacht wurde, in der Innenverteidigung auf. Thomas Konrad, den Eintracht-Trainer Roland Seitz zuletzt als Stammspieler tituliert hatte, nahm auf der Ersatzbank Platz.

Seitz entschied sich zudem für einen Systemwechsel. Der Oberpfälzer ließ mit einer Doppelspitze spielen (Chhunly Pagenburg, Marco Quotschalla) - das tat er in dieser Saison bislang nur im Rheinlandpokal sowie im Regionalligaspiel gegen die TuS Koblenz (0:1). Nicht im Kader stand Baldo di Gregorio, obwohl er fit ist.

Die Gäste hatten die Partie schwungvoll begonnen. Nach 37 Sekunden parierte Lengsfeld in hoher Not gegen Vllaznim Dautaj, in der fünften Minute setzte Ex-Eintrachtler Martin Wagner einen Kopfball an die hintere Torstange. Trier brauchte 15 Minuten, um dem aggressiven Auftreten der Mannheimer Paroli zu bieten und die Kontrolle zu gewinnen. Dingels hatte vor der Pause die größte Chance für den SVE, als er nach einer Ecke von Alon Abelski und Kopfballverlängerung von Torge Hollmann ebenfalls per Kopf nur den Pfosten traf (25.).

Den größten Aufreger gab es mit dem Pausenpfiff, als Schiedsrichter Patrick Alt nach einer Rudelbildung und einem Gerangel zwischen Wal Fall und Kröner keine Verwarnungen aussprach. Die Eintracht-Ultras machten nicht wie gewohnt Stimmung - dies war eine Reaktion auf den schlechten Start des SVE nach der Winterpause. Am Samstag steht für Trier die nächste Partie an - dann sind die Moselaner zu Gast bei der TuS Koblenz.

Eintracht Trier: Lengsfeld - Brighache, Dingels, Hollmann, Zittlau - Yesilyurt, Kröner, Abelski (90./+1 Spang), Anton (76. Klinger) - Quotschalla, Pagenburg (67. Kuduzovic)

Waldhof Mannheim: Adolf - Stiller (75. Brucia), Fall, Colak, Huckle - Roth, Kochendörfer, Zeric (48. Wassey), Wagner - Hess, Dautaj

Tor: 1:0 Kröner (61.)

Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler)

Zuschauer: 1465

Stimmen zum Spiel:

Roland Seitz, Trainer Eintracht Trier: Wir sind heute ein bisschen mehr Risiko gegangen und haben das System umgestellt. Nach Anfangsschwierigkeiten hat uns das gut getan. Wir hatten mehr Präsenz auf dem Feld. Michael Dingels hat gespielt, weil uns zuletzt im Abwehrzentrum etwas Körpergröße gefehlt hat. Ein großes Lob an meine Mannschaft, die den Sieg wollte. Jetzt geht es uns ein bisschen besser.

Reiner Hollich, Trainer Waldhof Mannheim: Wir wollten den Gegner früh stören. Leider haben wir in der ersten Minute eine 500-prozentige Chance fast kläglich vergeben. Der Gegner hat uns im Laufe der Partie gut zugestellt. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele unnötige Freistöße in Strafraumnähe zugelassen. Aus einem resultierte dann das 0:1. Danach fehlte uns die Kraft, noch mal zurückzukommen.