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Fußball-Regionalliga: Trier gewinnt in Wuppertal mit 3:1 - Kulabas trifft doppelt

Fußball-Regionalliga: Trier gewinnt in Wuppertal mit 3:1 - Kulabas trifft doppelt

Es geht also doch noch: Mit 3:1 hat Eintracht Trier am Dienstagabend das Nachholspiel beim Wuppertaler SV gewonnen. Es war der erste Auswärtssieg des SVE seit 30. Oktober 2010.

(bl) Eintracht Trier kann durchatmen. Mit Glück und Verstand hat der Regionalligist bei sehr schwierigen Platzverhältnissen im Stadion am Zoo die Oberhand behalten. Gerade einmal 46 Sekunden waren gespielt, als Schiedsrichter Dominik Nowak Strafstoß für die Eintracht pfiff. Ahmet Kulabas war von Torwart Sascha Samulewicz zu Fall gebracht worden -- eine klare Sache. Fahrudin Kuduzovic, der ein gutes Spiel machte, übernahm Verantwortung und traf zum 1:0 (2.).

Er trat an, weil Alban Meha nach mehreren Fehlversuchen vorerst nicht mehr zum Elfmeterpunkt geht und Piero Saccone fehlte. Der Deutsch-Italiener stand überraschend noch nicht mal im Kader. "Es hätte auch andere treffen können. Ich wollte ein Zeichen setzen, dass wir keine Kaffeefahrten machen. Ich wollte die Manschaft noch mal aufwecken, nachdem die vergangenen Wochen für uns nicht so gut gelaufen sind", begründete Eintracht-Trainer Roland Seitz die Maßnahme.

Der Blitzstart für Trier brachte die Hausherren zunächst nicht aus dem Konzept. Ein ums andere Mal brachte Wuppertal die neuformierte Abwehr der Gäste in Bedrängnis. Innenverteidiger Jeremy Karikari unterliefen bei seinem Debüt im Trierer Dress vor allem anfangs mehrere Stellungsfehler. Grundsätzlich bemängelte Eintracht-Trainer Roland Seitz an der Seitenlinie gestenreich eine fehlende Kompaktheit in seinem Team. Den vermeintlichen Ausgleich in der neunten Minute pfiff Nowak ab.

Beim Pass von Jerome Assauer stand “Torschütze„ Bekim Kastrati im Abseits. Die Moselaner überstanden die Drangphase und schlugen zurück. In Person von Kulabas. Nach einer tollen Kopfballverlängerung von Lukas Mössner markierte er aus spitzem Winkel das 2:0 (33.). Kulabas, der sich nach 20 Minuten einer längeren Behandlungspause unterziehen musste, fiel mehr als ein Stein vom Herzen. Zehn Minuten zuvor hatte er alleine vor Samulewicz stehend noch kläglich vergeben.

In einer Partie mit einigen Torgelegenheiten gewann Trier mit der Zeit etwas mehr Spielkontrolle. Seitz brachte nach einer Stunde Max Bachl-Staudinger für Mössner. Die Devise: Räume eng machen im Mittelfeld. Doch die Blau-Schwarz-Weißen machten es noch mal spannend. Eine Unachtsamkeit in der Abwehr -- und der eingewechselte Silvio Pagano konnte auf Vorlage von Assauer zum 1:2 für die Gastgeber köpfen (68.).

Doch Trier blieb cool. Erneut Kulabas sorgte nach einem Konter für die Entscheidung (3:1, 87.). "Der Sieg tut richtig gut. Für beide Mannschaften war es sehr schwer, bei diesen rutschigen Bodenverhältnissen Fußball zu spielen", sagte Seitz. Am Samstag empfängt die Eintracht nun zu Hause den Tabellenletzten Arminia Bielefeld II (14 Uhr, Moselstadion).

Statistik:

Wuppertaler SV: Samulewicz - van den Bergh (46. Zent), Haas, Zinke, Moosmayer - El Hammouchi - Ernst (76. Holt), Heppke, Trisic (46. Pagano) - Kastrati, Assauer
Eintracht Trier: Poggenborg - Cozza, Karikari, Hollmann, Zittlau - Kraus (83. Kempny), Kohler, Kuduzovic, Meha (89. Dingels) - Kulabas, Mössner (60. Bachl-Staudinger)
Tore: 0:1 Kuduzovic (2., FE), 0:2 Kulabas (33.), 1:2 Pagano (68.), 1:3 Kulabas (87.)
Schiedsrichter: Dominik Nowak
Zuschauer: 1513