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Fußball-Regionalliga: Trier taumelt den Abstiegsplätzen entgegen

Erneut kein gutes Spiel: Für Triers Fahrudin Kuduzovic (blaues Trikot, vor Marcel Schug), war gegen Elversberg nach 45 Minuten Schluss.
Erneut kein gutes Spiel: Für Triers Fahrudin Kuduzovic (blaues Trikot, vor Marcel Schug), war gegen Elversberg nach 45 Minuten Schluss. FOTO: Hans Krämer
Trier. Das war für ein Heimspiel zum wiederholten Mal viel zu wenig. Eintracht Trier hat am Freitagabend gegen die SV Elversberg die zweite Niederlage zu Hause in Folge kassiert. Mirko Blahak

20 Minuten vor dem Anpfiff nahm Torwart-Trainer Sascha Purket Stephan Loboué in den Arm und machte ihn mit einem kurzen Wort heiß: "Auf!" Was sich zuletzt angedeutet hatte, wurde Realität: Eintracht-Trainer Roland Seitz nahm auf der Position des Schlussmanns einen Wechsel vor.

Verhindern konnte der zweitliga-erfahrene Keeper die dritte Trierer Niederlage hintereinander nicht. Nach 32 Minuten war er erstmals im SVE-Dress geschlagen. Nach einem langen Diagonalball von Marc Groß, den Rechtsverteidiger Thomas Konrad unterlief, nahm Christian Grimm Fahrt auf. Die Eintracht-Defensive stand nur Spalier und ermöglichte dem Elversberger Mittelfeldspieler so die Chance zu einem schönen Schuss ins obere Eck. Loboué war machtlos.

Der dritte Rückstand für Trier im dritten Spiel hintereinander. Das erste Tor bei Elversbergs erster Chance. Bis dahin hatten die Moselaner zwar ein wenig mehr vom Spiel, wegen zahlreicher Unzulänglichkeiten im Spielaufbau entfachten sie aber null Gefahr.

Wie erwartet war Seitz zu einem System mit nur einer nominellen Spitze zurückgekehrt. Auch in der Abwehrreihe wechselte er erneut. Konrad kehrte zurück, dafür musste Fabian Zittlau auf die Bank.

Nach dem Rückstand fügten Teile der Eintracht-Fans auf der Gegengeraden dem aufmunternden "Auf" von Purket sechs Buchstaben an. "Aufwachen" skandierten sie in Richtung Mannschaft. Die Spieler taten ihnen den Gefallen nicht. Eine gute Gelegenheit von Steven Lewerenz direkt nach dem Wiederanpfiff und zwei Schüsse von Alon Abelski (55, 63.): Mehr bekam die sichtlich verunsicherte Mannschaft nicht zustande. Auf der Gegenseite klärte Loboué in großer Not gegen Maurice Deville (64.) und Thorsten Reiß (73.). Bei einem Pfostenschuss von Marcel Schug hatte er Glück (47.). Zudem spielten die Gäste weitere Konter schlecht aus.

Trier taumelt damit der unteren Tabellenregion unentwegt entgegen. Drei Niederlagen hintereinander hatte es zuletzt am Saisonende 2009/10 gegeben. Damals wäre Trier sportlich sang- und klanglos abgestiegen, hätte es keine Lizenzentzüge gegeben.
Statistik


Eintracht Trier: Loboué - Konrad (84. Sözen), Klinger, Hollmann, Brighache - Kröner - Lewerenz, Abelski, Watzka (73. Fuchs), Kuduzovic (46. Lubasa) - Pagenburg

SV Elversberg: Kronholm - Groß, Billick, Wenzel, Wolf - Schug, Reiß, Jungwirth, Grimm (84. Vaccaro) - Feiersinger (62. Deville), Krasniqi (77. Salem)

Tor: 0:1 Grimm (32.)

Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)

Zuschauer: 1412