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Fußball-Regionalliga: Trier wieder auf Platz eins - 2:0-Sieg in Mainz

Fußball-Regionalliga: Trier wieder auf Platz eins - 2:0-Sieg in Mainz

Die Eintracht ist wieder Spitze! Mit einem hart umkämpften 2:0-Sieg am Montagabend beim FSV Mainz 05 II hat Trier in der Regionalliga West zumindest vorübergehend die Tabellenführung von Preußen Münster übernommen.

(bl) In der 71. Minute sah der Routinier Rot. Im wahrsten Sinne des Wortes. Marco Rose, Ex-Profi und Abwehrchef der Mainzer U 23, konnte nur mit Mühe von seinen Mitspielern daran gehindert werden, auf Schiedsrichter Cetin Sevinc loszugehen. Was war geschehen? Der Unparteiische hatte nach einem Rempler Roses an der Strafraumgrenze gegen Lukas Mössner Strafstoß gepfiffen - eine umstrittene Entscheidung. Im Zuge der Diskussionen kassierte der 34-jährige Innenverteidiger die Gelb-Rote Karte. "Es war ein klares Foul auf der Strafraumlinie. Somit habe ich auf Strafstoß entschieden", sagte Sevinc. Nach Angaben des Referees habe Mössner einen Pferdekuss am Oberschenkel davon getragen.

Fahrudin Kuduzovic ließ sich von der aufgeheizten Atmosphäre nicht beeindrucken - souverän verwandelte er den Elfmeter zum 1:0 für Eintracht Trier (72.). In der 88. Minute machte Lukas Mössner mit dem 2:0 auf Vorlage von Alban Meha alles klar. Der SVE ist nun punktgleich mit Münster erstmals seit November wieder Tabellenerster - hat aber ein Spiel mehr auf dem Konto.

Mit einer gehörigen Portion Glück überstand die Eintracht die Anfangsphase ohne Gegentreffer. Mainz legte - die ganze Breite des Platzes nutzend - ein horrendes Tempo vor, dem die Gäste kaum folgen konnten. In der zweiten Minute entwischte Preston Zimmerman Thomas Drescher. Die Hereingabe des Mainzer Außenspielers lenkte der Ex-Lauterer an die Latte des eigenen Tors.

Erst nach 15 Minuten befreite sich die Eintracht vom Dauerdruck der Gastgeber. Kurz hintereinander scheiterte Lukas Mössner zwei Mal mit einem Rechtsschuss (20., 21.). Auch wenn der SVE nun besser in die Zweikämpfe kam, blieb er zu behäbig. Die Blau-Schwarz-Weißen griffen zum wirkungslosen Mittel langer Bälle, weil die U 23 des FSV geschickt die Passwege zustellte. "Wir haben nicht gut gespielt, aber am Ende zählen die drei Punkte", sagte ein erleichterter Eintracht-Trainer Roland Seitz.

Bei den Gästen konnte Kapitän Josef Cinar nach einer Grippe mitwirken. Auf den Außenverteidigerpositionen kehrten Cataldo Cozza und Thomas Drescher ins Team zurück.

In der zweiten Halbzeit war Trier wacher. Ein Freistoß von Alban Meha aus 23 Metern zentraler Position klatschte kurz nach dem Seitenwechsel an die Unterkante der Latte. Die Eintracht arbeitete fortan besser gegen den Ball - und gewann etwas glücklich.

Auch nach dem Schlusspfiff war der Elfmeter das große Thema. Seitz kritisierte in der Pressekonferenz seinen Mainzer Kollegen Martin Schmidt scharf: "Er kam nach dem Spiel zu mir und sagte: ,Hoffentlich wird das bestraft.' So etwas macht man nicht. Wir können nichts für den Elfmeter. Ob es einer war, weiß ich nicht. Ich war 80 Meter weg."

Schmidt sah den Strafstoß als nicht gerechtfertigt an: "Ich hoffe, dass durch solch eine Entscheidung niemand mit dem Aufstieg belohnt oder mit dem Abstieg bestraft wird. Es war nicht fair. Das hat das ganze Stadion gesehen."

Statistik:

FSV Mainz 05 II: Kleinheider - Schneider, Meißner, Rose, Götze (87. Walthier) - Zimmerman (84. Zinnram), Fring, Riske, Buballa (64. Grimm) - Sliskovic, Grimaldi

Eintracht Trier: Poggenborg - Cozza, Cinar, Hollmann, Drescher - Kraus, Kohler (80. Bachl-Staudinger), Kuduzovic, Meha (89. Zittlau) - Mössner, Kulabas (80. Karikari)

Tore: 0:1 Kuduzovic (72.), 0:2 Mössner (88.)

Schiedsrichter: Cetin Sevinc

Zuschauer: 750

Gelb-Rot: Rose (71.)