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Fußball-Regionalligen: Sender denkt über mehr Live-Spiele nach

Fußball-Regionalligen: Sender denkt über mehr Live-Spiele nach

Werden demnächst häufiger Spiele der fünf Regionalligen im Fernsehsender Sport1 live übertragen? Während sich die West-Vereine schon intensiv damit beschäftigt haben, spielte das Thema bei der jüngsten Managertagung der Südwest-Clubs keine große Rolle. Sport1 bestätigt, eine größere Bildschirmpräsenz zu prüfen.

Trier/Ismaning. Am vergangenen Montagabend ließ der Fernsehsender Sport1 den vierten Versuchsballon in dieser Saison steigen. Über den Bildschirm flimmerte die Regionalliga-Begegnung Sportfreunde Lotte - Fortuna Köln. Während sich im Stadion 813 Zuschauer verloren, registrierte Sport1 durchschnittlich 220 000 Zuschauer an den Fernsehgeräten. Das entspricht einem Marktanteil von rund einem Prozent. Bei den anderen drei in dieser Saison gezeigten Partien der West-Staffel weichen die Zahlen etwas ab: Oberhausen - Fortuna Köln: 340 000, Wuppertal - RW Essen: 130 000, Oberhausen - Schalke 04 II: 190 000.
"Die bisherigen Zuschauerzahlen sind gut und belegen, dass unser fußballbegeistertes Publikum auch Interesse an der vierthöchsten deutschen Spielklasse hat", sagt Stefan Thumm, Leiter Fußball bei Sport1, auf TV-Anfrage. Deshalb überlegt der Sender, das Regionalliga-Angebot auszubauen. Kolportiert werden sogar feste Live-Spiel-Termine dienstags ab 20 Uhr. Thumm äußert sich dazu nicht detailliert: "Wir prüfen derzeit, in der Rückrunde weitere Spiele aus den Regionalligen auszustrahlen. Die genauen Ansetzungen und Spieltermine stehen aktuell aber noch nicht fest. Für die weitere Planung haben wir durchaus alle Regionalligen im Auge."
Also kommen theoretisch auch Partien von Eintracht Trier in Betracht. Ausschlaggebend für die Spielauswahl sind laut Thumm Tabellenkonstellationen und die Attraktivität der Vereine.
Und wer übernimmt die Produktionskosten? Dazu gibt Sport1 keine Auskunft. Dem Vernehmen nach haben die gastgebenden Vereine pro Partie 15 000 Euro zu zahlen - diese Summe soll nach TV-Informationen vor mehreren Wochen genannt worden sein.
Sollte die Zahl stimmen, würde die Sache aus Sicht von Eintracht-Geschäftsführer Dirk Jacobs schwierig: "Durch Live-Spiele werden die Regionalligen natürlich bundesweit besser wahrgenommen. Aber an Produktionskosten würden wir uns nicht beteiligen wollen."
Sascha Döther, Geschäftsführer der Regionalliga Südwest, will das Thema Live-Spiele noch kleinhalten: "Wir kämpfen dafür. Aber noch ist überhaupt nichts spruchreif." bl