Im Gespräch

Hurra-Stil: Werder Bremen im Europapokal - mal ist es schauderhaft, mal ganz große Show. Ein ständiges Auf und Ab. Die Norddeutschen, mehr als einmal im Glück und fähig zu wahren Kraftakten.Woran liegt's?

"Es gibt keinen verrückten Geist von Werder. Letztlich ist die Klasse der Spieler dafür ausschlaggebend, dass Bremer Mannschaften schon des Öfteren die Wende gelungen ist", sagt Mario Basler im TV-Gespräch. Der Ex-Trainer von Eintracht Trier spielte zwischen 1993 und 1996 für Bremen, bei der 5:3-Gala gegen Anderlecht in der Champions-League 1993/94 stand er auf dem Platz. "Auch unter Otto Rehhagel waren wir damals offensiv ausgerichtet - trotz der allseits propagierten kontrollierten Offensive. Ein gewisser Hurra-Stil steht schon lange für Werder. So kommen solche Partien zustande." Partien, die am Nervenkostüm zerren.

Als Spieler hat Basler die Erfahrung gemacht, nie aufzugeben: "Wenn man schlecht spielt und Gegentore kassiert, kommt irgendwann der Punkt, an dem man nichts mehr zu verlieren hat. Dann funktioniert plötzlich, was vorher nicht ging. So wie am Dienstag, als Markus Rosenberg mit seinem späten Treffer Bremen in die Verlängerung schoss. So passieren Fußball-Wunder." (bl)